Pfandflaschensammler in Hamburg - Kein Hobby sondern lebensnotwendig - taz.de

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(Soziales) Kleinvieh macht auch Mist. Bei einer Glaspfandflasche immerhin acht Eurocent. Wie der taz Artikel von Roger Repplinger zeigt, ist Flaschensammeln in Hamburg ein Markt. Selbst die Deutsche Bahn AG klagte gegen Sammler auf Eigentumsrechte bei Pfandflaschen - und verlor. Kleines Glück für die Sammler: "An der Alster, auf dem Kiez, beim HSV und bei St.Pauli: Die Flaschensammler sind überall. Und sie sind ein Spiegel für all diejenigen, die Angst haben vor dem Abstieg. Auch jetzt, in der Krise, sind ein paar so reich oder so arm, dass eine Rezession wenig ändert. Das Bürgertum dagegen hat etwas zu verlieren und deshalb Angst. An der Alster gibt es einen, der hat keine. Der feuert am frühen Morgen die Läufer mit "running good", "running very good" an. Während er gebückt im Gras sucht. Es gibt einen anderen in der Schanze, der tanzt. Es gibt sie auf dem Kiez, an der Elbe, bei Heimspielen des FC St. Pauli auf dem Heiligengeistfeld und beim Hamburger SV: Flaschen- und Dosensammler."

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22. Mai 2009 | Markus Merz