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Kindesmissbrauch: Wort zum Sonntag

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Katholische Kirche krank – Das Schweigen der Lämmer

Und die üblichen Verdächtigen schweigen so laut, dass es in den Ohren dröhnt. Das Unbehagen in Worte gefasst hat Don Alphonso. Auf seinem Privatblog Rebellen ohne Markt stellt er die entscheidenden Fragen, die derzeit jedermann umtreiben müssen. Eine weitere Angst formuliert er gleich dazu.

Mal sehen, wie er das Thema noch auf seinem lesenswerten & meist kommentierten (7.3.2010: 176 Artikel, 20266 Kommentare) FAZ-Blog Stützen der Gesellschaft ausbreiten wird. Am Freitag verteilte er diese wohlfeilen Ohrfeigen:

Wo sind eigentlich

jetzt all die Rechtspopulisten, die nach Fällen von Kindesmissbrauch härtere Strafen fordern, wo sind die Familienministerinnen, die eine schärfere Überwachung von kirchlichen Einrichtungen fordern, wo sind denn die Leute hinverschwunden, die alle sexuelle Verwahrlosung in den 68ern begründet sehen, wo sind eigentlich all die Konservativen, die sonst immer schnelle Antworten bishin zur Sterilisierung und Wegsperrung von Tätern haben –

wenn die Täter diesmal von der katholischen Kirche stammen und von ihr gedeckt wurden? Und: Ist das Internet wirklich so ein grossen Problem bei der Kinderpornographie, wenn man es mit dem vergleicht, was jetzt ans Tageslich kommt?

Quelle: Wo sind eigentlich

Don Alphonso über Vorstöße in den offenen Raum in einem Kommentar:

Manchmal frage ich mich ja, ob das nicht schlimme Auswirkungen auf die moralische Disposition weiter Kreise haben wird – die Kirche ruiniert sich und hinterlässt Freiräume, die man nicht von anderen missbraucht sehen möchte.

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7. März 2010 | Markus Merz

Tschüß Hamburger Winter 2009/2010 (6 Fotos)

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Tauendes Eis & Sonnenuntergang auf der Außenalster in Hamburg

In Hamburg sagt man Tschüß & Manche nennen es Winter

Diesen ‘harten’ Winter wird man in Hamburg nicht so schnell vergessen. Zum krönenden Abschluss nahm Bürgerschaftspräsident Herr Röder (CDU) seinen persönlichen vereisten Frustberg in Angriff und trat wg. ein bisschen zu viel Herumtelefonieren in eigener Sache zurück. Davor konnten sich die Behörden nur zu einem Mini-Alstereisvergnügen durchringen. Das hielt wiederum die eissüchtigen Hamburger nicht davon ab, ihr ganz persönliches Eisvergnügen auf der Außenalster zu suchen. Spätestens ab dem sonnigen Dienstag, den 26. Januar 2010, gehörte die riesige zugefrorene Fläche der Außenalster (10 Traumfotos!) den risikobereiten Hamburgern.

Am Wochenende 20./21.2.2010 zeichnete sich dann das Ende des Alstereisvergnügens 2010 ab. Mit Temperaturen tagsüber über null Grad begannen Schnee und Eis zu schmelzen. Die Eisfläche der Außenalster verwandelte sich in eine riesige matschige Eispfütze. Nur noch die wirklich risikobereiten Hamburger wagten sich noch einmal auf das Eis, während überall am Ufer der Außenalster bereits rot-weißes Flatterband die ernsthaft gefährlichen Stellen markierte.

  • (Plus) Knackige Abrechnung mit dem katastrophalen Hamburger Wintermanagement

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22. Februar 2010 | Markus Merz

Alstereisvergnügen 2010 im Anmarsch - Ein Spaziergang zum Eis am 24.1.2010

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Außenalster vereist in Hamburg St. Georg

Bald geht’s los – Außenalster zugefroren

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dem optischen und gefühlten Zustand der vereisten Außenalster nach zu urteilen, ist die offizielle Erlaubnis zum Betreten der zugefrorenen Außenalster nur noch Minuten entfernt. Ich glaube jeder in Hamburg St. Georg war dieses Wochenende ‘mal gucken wie es aussieht’, wie dieser offiziell unerlaubte Belastungstest des Alstereises so schön genannt wird.

Auf dem ersten Foto sieht man einen Mann, der gerade vom ‘mal gucken’ zurück kehrt, während im Hintergrund eine Frau auf dem Eis steht und ihren Hund schlittern lässt. Es ist spannend und wird mit jedem Tag mit Temperaturen unter 0° C spannender.

Da ja schon die dpa Fotos durch die Presse geistern, wie ein Behördenmitarbeiter in roter Jacke eines der offiziellen Messlöcher ins Eis bohrt, umgeben von x Fotografen, die knieend oder bäuchlings auf dem Eis liegend dieses Ereignis dokumentieren dürfen, kann es sich nur noch um gefühlte Momente bis zur offiziellen Freigabe handeln.

Ganz Hamburg fiebert dem Alstereisvergnügen entgegen und das Eis wird ja wohl noch die paar Zentimeter zulegen können, die es braucht, um die offiziell nötige Dicke von 20 cm zu erreichen. In der Haut der Verantwortlichen möchte man derzeit wahrlich nicht stecken.

+ fünf weitere ‘Außenalster zugefroren’ Fotos …

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24. Januar 2010 | Markus Merz

Beeindruckendes Sandgemälde von Kseniya Simonova (Video)

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Kseniya Simonova - sand animation

Die mit Sand erzählte Liebesgeschichte lässt Zuschauer weinen

Wow! Schwer beeindruckend. Das jedenfalls schoss mir durch den Kopf als ich dieses achteinhalb Minuten lange Video betrachtet habe. Das Publikum weint und auch die Jury des ukrainischen Talentwettbewerbs ist gerührt. Dass Kseniya Simonova aus der Ukraine mit dieser Sandanimation den ersten Platz vor 13 Millionen Fernsehzuschauern und viel Geld gewann sei nur am Rande erwähnt. Erwähnenswerter ist, dass sie angeblich erst vor einem Jahr mit dieser Art von Sandgemälde am Strand begonnen haben soll. Anhand des virtuosen Ergebnisses erscheint das fast unmöglich zu sein.

Erzählt wird eine Liebes- und Familiengeschichte von der deutschen Invasion bis nach dem Ende des zweiten Weltkriegs 1946. Während des Krieges wurden in der Ukraine ca. acht bis elf Millionen der 42 Millionen Einwohner getötet. (…)

Bildnachweis: Screenshot unter Creative Commons Lizenz von Flickr User damian613

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2. Oktober 2009 | Markus Merz

Der geschenkte Ferrari 550 Maranello der ranghohen Verwaltungs- und Verfassungsrichterin

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Ein Toter, ein Ferrari, Millionen Euro, die 86-Jährige und die Frau mit Pagenschnitt

(Gesellschaft) Wow, das ist aber mal eine Familiengeschichte und ein Erbstreit, die es in sich haben. Ausgesprochen saftiger Stoff für Rechtsanwälte, Drehbuchschreiber und schadenfrohe Naturen im Allgemeinen. Andreaffm, also Andrea aus Frankfurt am Main, empfiehlt noch ganz lakonisch und kurz in ihrem überaus lesenswertem Blog:

Wenn das Leben die besten Romane schreibt: Die Erben von Frankfurt. Ein Anwaltsehepaar mit besten Regierungskontakten, eine reiche alte Dame mit zerstrittener Familie, ein auferstandener Toter, ein Luxusapartment in Cannes und ein Ferrari. Verfilmen!

Quelle: gig.antville.org

Wer dann zur Geschichte Die Erben von Frankfurt bei der Süddeutschen wechselt, der bekommt eine atemberaubende Geschichte aus der etwas besseren Gesellschaft geboten, die man sich kaum ausdenken kann. Ohne Zweifel ein Stoff, aus dem sich Fernsehserien schnitzen lassen. Dallas & Denver lassen grüßen.

Der Fundort – Die Perlentaucher Feuilletonrundschau

Gefunden hat Andreaffm die Geschichte übrigens bei einem Zeitrauber allererster Güte: … ich lese immer noch nach Möglichkeit jeden Morgen die Perlentaucher-Feuilletonrundschau. Eine äußerst nützliche Einrichtung.

Und siehe da, zum 25.7.2009 findet sich in dem ganzen unübersichtlichen Kulturgewusel ein klitzekleiner Link in Klaus Ott und Uwe Ritzer erzählen von einem Frankfurter Erbkrieg, bei dem auch schon mal jemand von den Toten aufersteht. Sehr leicht zu übersehen, aber vielleicht bietet Perlentaucher.de deutlich mehr Inspirationen für zukünftige Fernsehserien als man auf den ersten Blick vermuten könnte?

Nachtrag: Die hessische Top-Juristin Karin Wolski bleibt offenbar von einem Steuerprozess verschont

Bei dem anstehenden Steuerstrafverfahren bleibt Karin Wolski jedoch außen vor. Man billigt ausgerechnet der Top-Juristin offenkundig die sogenannte Hausfrauenregelung zu, weil nach den Vorstellungen der Darmstädter Staatsanwaltschaft Einkommensteuererklärungen offenbar reine Männersache sind.

Quelle: sueddeutsche.de Rücksicht auf eine Richterin (25.8.2009) via

· Ressort: sammlung · Kategorien: , · 29. Juli 2009 · Markus Merz

1-Euro-Jobber zum Kleben von CDU/FDP Wahlplakaten gezwungen - Die Linke, Thorsten Hausen

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Die CDU und die FDP machen vor wie das geht mit der Hartz IV. Ausbeutung

(Hartz IV.) Wer sich neulich noch nicht über ARD-Exclusiv – ‘Die Armutsindustrie’ – 30 Minuten, die wütend machen aufregen konnte, der hat eine neue Gelegenheit. In Bergisch Gladbach werden normale Plakatkleber faktisch arbeitslos gemacht, deren Firmen durch monopolartige Zwänge aus dem Markt gedrängt und die Plakatkleber durch Hartz IV. Empfänger bei einer stadteigenen GmbH zum Dumpingpreis ersetzt. Ein Kommentator regt an das Vorgehen auf ‘illegale Parteienfinanzierung’ und ‘widerrechtlichen Vermögensvorteil zu Lasten der öffentlichen Kasse’ prüfen zu lassen. Das Ganze ist jedenfalls äußerst widerwärtig.

Tatsächlich haben die Menschen keine Wahl. Aufgrund drohender Sanktionen durch die ARGE werden die HartzIV-EmpfängerInnen so mittels Zwangsarbeit dazu gezwungen, das politische Weiterkommen derer zu fördern, die längst ihren Untergang beschlossen haben. Man zwingt so die Menschen, im übertragenen Sinn das eigene Grab aus zu heben, wissend, dass man sie später nach der Wahl dort hinein legen wird. Das nennt man wohl Perversion in seiner reinsten Form.

· Link zur besprochenen Seite · Ressort: sammlung · Kategorien: , · 28. Juli 2009 · Markus Merz

Buchhaltung: Ein paar Formulare und Dokumente zum Download - Nina Zobel

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Buchhaltungsformulare zum Download

(Formulare) Nina Zobel, Buchhalterin in Bremervörde, hat praktischerweise ein paar hilfreiche Formulare zum Download auf ihrer Webseite bereit gestellt. Da gibt es ein privates Haushaltsbuch, die ordnungsgemäße Rechnung, ein Kassenbuch, eine Vorlage für eine Einnahme-Überschuss-Rechnung, den berüchtigten Eigenbeleg und noch ein paar Formulare mehr. Nichts Welt bewegendes, aber wenn man mal ein Buchhaltungsformular braucht, ist es gut, eine Quelle für solche kostenlosen Formulare zu haben.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige hilfreiche Formulare/Dokumente zum Download. Die Dateien können Sie auch mit den kostenlosen Progammen ‘Calc’ und ‘Writer’ der Open-Source-Software von OpenOffice nutzen.

· Link zur besprochenen Seite · Ressort: sammlung · Kategorien: , · 25. Juli 2009 · Markus Merz

Schützen Sie Ihre Bürgerrechte im digitalen Zeitalter

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Überwachung abwählen – Bürgerrechte schützen

Im Stile eines Trailers für einen klassischen Thriller kursiert bei YouTube die Werbung für eine Demonstration in Berlin am 12. September 2009. Es geht um nicht mehr und auch nicht um weniger als die Wahrung der Bürgerrechte im digitalen Zeitalter. Die Wahrer der Freiheit, die Helden des beeindruckenden 1:30 Werbespots sind die Vertreter der sogenannten ‘Generation C64’. In Wahrheit betrifft das Thema ‘Bürgerrechte im digitalen Zeitalter’ selbstverständlich Jeden.

Freiheit statt Angst – der Trailer

In einer Zeit
in der Manche noch
an magische Stoppschilder glauben

In einem Land
in dem alle Telefonate protokolliert werden
auf Vorrat gespeichert

In einer Welt
der Internetausdrucker

Sind sie die Hoffnung (...)

You need a flash player to see this movie.

Direktlink: Freiheit statt Angst – der Trailer

  • Gegen Vorratsdatenspeicherung
  • Gegen Internetsperrlisten
  • Für besseren Datenschutz
  • Für den Abbau von Videoüberwachung
  • Gegen den Abbau von Grundrechten

Kurz: Für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter

Demonstration “Freiheit statt Angst” am 12.09.2009 in Berlin

Die Spitze des Eisbergs ist bekannt. Überall werden Menschen privat, in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz immer ungenierter bespitzelt. Die immer billiger werdenden technischen Möglichkeiten werden unkontrolliert und ausufernd von Firmen und Institutionen eingesetzt. Es geht nicht um den Punkt, ob der Einzelne etwas zu verbergen hat oder nicht.

Es geht um die Umkehr der Beweislast! Ausnahmslos jeder, der in ein solches Netz der Rasterfahndung gerät, wird aktiv als potenzieller Täter, Terrorist, Dieb, Konsument von Kinderpornographie oder einfach nur als potenzieller Schädling behandelt. Firmen misstrauen ihren Mitarbeitern und der Staat behandelt jeden Bürger als potenziellen Kriminellen.

Selbst Kleinkinder sind bereits verdächtig! Bereits für Kleinkinder und natürlich auch für ältere Kinder wird ein biometrisch auswertbares Foto für den Kinderausweis bzw. den Reisepass verlangt. Auch die Diskussion um den genetischen Fingerabdruck, Stichwort “Entnahme von DNS bei Geburt” geht in dieselbe Richtung und noch viel weiter: Biometrische Daten gehören in keinen Ausweis! Egal ob Kind oder Erwachsener!

Nebenbei kostet dieser Überwachungs- und Kontrollwahn Milliarden, die dringendst an anderen Stellen benötigt werden. Ganz abgesehen von der Aushebelung der staatlichen Gewaltenteilung.

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto “Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!” auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages “Freedom not Fear – Freiheit statt Angst”, zu dem länderübergreifend Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden.

Quelle/Aktionsseite: FreiheitStattAngst.de

Wer glaubt, dass die medienwirksamen Datenschutzskandale bei Lidl, Telekom oder Deutscher Bahn bedauerliche Einzelfälle sind, die nur zufällig Hunderttausende von dort Beschäftigten getroffen haben, der ist naiv. Die technischen Möglichkeiten geben diese Datenschutzverletzungen her und das wird ausgenutzt. Wer den Datenschutz nicht achtet, der soll bestraft werden, egal ob Firma, Staat oder Privatperson.

Einfach mal nachlesen, was die Initiative Stoppt die Vorratsdatenspeicherung schreibt. Und natürlich bei der Bundestagswahl entsprechend wählen!

18. Juli 2009 | Markus Merz

Hog Wild: Ein Schwein mit dem Hintern zuerst in die Tonne bugsieren (Video)

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Drei Ringer(-innen) haben 30 Sekunden gegen ein Schwein

Ein mit Schlamm gefüllter Kreis, ein Fass, ein Team von drei Ringern oder Ringerinnen und 30 Sekunden Zeit. Ziel ist es ein Schwein einzufangen und mit dem Hintern voran in das Fass zu bugsieren. In Viroqua, Wisconsin (Karte), einem amerikanischen Städtchen mit 4335 Einwohnern findet dieses Spektakel statt. Nathan Clarke, ein Filmemacher aus Madison, Wisconsin, ein Nachbarort, zumindest nach amerikanischen Verhältnissen, schafft es an einem sonnigen Nachmittag im August 2008 den Spaß dieser Veranstaltung in einem zehn Minuten langen Dokumentarfilm einzufangen. Als kurz eingeworfenen Bonus gibt es einen Kostümwettbewerb und tolle schweinische Teamnamen.

Wildes Schwein – Hog Wild (Video)

Sofort disqualifiziert werden alle Teams, die nicht gut auf das Schwein aufpassen. Verboten ist das Anfassen von Ohren , Maul und Beinen.

  • The making of Hog Wild

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25. Juni 2009 | Markus Merz

MPHIL - Kann das bitte mal Einer weg machen?

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Macht sprachlos. In einer Sprache, die jeder versteht

Beim Frühstück blättere ich, ein wenig lustlos noch den Tag anfangend, durch die Ausgabe des SZM vom 22. Mai 2009 und stolpere über eine einspaltige Anzeige, die groß für MPHIL KONZERTE09 wirbt. Im Vorwort des SZM wird angekündigt, dass PDJK jetzt Auskünfte zu Fragen klassischer Musik per Videokolumne erteilt und die doppelseitige Anzeige von BMW liefert den Untertitel für diese Polemik.

MPHIL, DSCHAU, PDJK, SZM und BMW: Was soll der Quatsch?

OK, drei der Großbuchstabenabkürzungen sind erfunden und BMW steht für Bayerische Motorenwerke, aber was bitte ist MPHIL? Emmpfill, empfiehl (Was?), wofür bitte steht diese Wortmarke?

Ganz unten in der einspaltigen, schwarz unterlegten Anzeige wird die Wortmarke wiederholt und das Rätsel dunkelgrau auf schwarz in kaum lesbaren Großbuchstaben aufgelöst: Münchner Philharmoniker.

Klar, super eingängig, klasse auszusprechen, ein hochwertiges Orchesterensemble, in Werbersprache ‘Das Orchester der Stadt’, natürlich in Großbuchstaben, ist das Erste was ich assoziiere, wenn ich MPHIL lese.

Also jetzt mal ehrlich, ihr Werbespacken, die ihr für die altehrwürdigen Münchner Philharmoniker die Werbung macht, lasst bitte in Deutschland diese spuckende Wortmarke MPHIL bleiben. Bloß, weil im Ausland kein Mensch vernünftig ‘Münchner Philharmoniker’ aussprechen kann, muss man sich doch nicht gleich klischeehaft an die kaugummikauenden Amerikaner ranwerfen, für die MPHIL klasse auszusprechen und zu merken ist. Benutzt MPHIL im Ausland, aber nur dort wo es vielleicht wirklich eine coole Abkürzung sein könnte, und lasst den Quatsch in Deutschland.

Bin ich glücklich, dass das DSCHAU in Hamburg St. Georg, unser tolles Deutsches Schauspielhaus oder das HATLA, das ehrwürdige 100 Jahre alte Hotel Atlantic, noch nicht auf so ranklotzende und nichts sagende Abkürzungen in ihrer Werbesprache gekommen sind.

Demnächst in dieser Reihe: EPHIL – Seid willkommen Millionen (Euro)!

PS: Weitere Mitspielende: Das SZM: Süddeutsche Zeitung Magazin, Der PDJK: Professor Dr. Joachim Kaiser

PPS: Ach ja, eine Webseite haben sie natürlich auch: www.mphil.de…

28. Mai 2009 | Markus Merz

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