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Twitter in der Bundespressekonferenz - Ohne Worte (Viele Worte)

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Christoph Steegmans: “Ich erkenne jedenfalls kein Problem darin”

Einige Hauptstadtjournalisten grillen den stellvertretenden Regierungssprecher Christoph Steegmans in der Bundespressekonferenz (BPK). Regierungssprecher Steffen Seibert veröffentlicht seit PI mal Daumen ein paar Wochen bei Twitter unter dem Usernamen RegSprecher Regierungstweets, maximal 140 Zeichen lange Minibotschaften (aktuell 16.855 Followers).

Hier twittert Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung und Chef des Bundespresseamtes (BPA). Tweets seiner Mitarbeiter/innen enden mit dem Kürzel (BPA).

Die fragenden Journalisten in der Bundespressekonferenz fühlen sich etwas hintergangen :)

FRAGE: Offen ist ja noch die Frage, ob die Sicherheitsanforderungen überprüft wurden. Hat Herr Seibert das gemacht, weil er ein junger tougher Typ sein will? Wurde das durch diesen ganzen BND-, BKA- und sonstigen Apparat „durchgerattert“, und am Ende stand, das können wir machen, da können wir auch Regierungs-, Kanzlertermine herausgeben, das ist eine sichere, seriöse Quelle, oder ist das einfach nur mal aus Lust und Laune heraus erfolgt?

Quelle: Den kompletten Aufschrieb der medienpolitisch hoch interessanten & (für Internet affine Menschen) lustigen 19 Minuten kann man wahlweise im privaten Blog von Thomas Wiegold – Wenn der Regierungssprecher twittert … oder bei carta.info – Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher nach lesen.

Carta.info kommentiert am 28.3.2011 und hat auch das Video ausgegraben:

Regierungssprecher Steffen Seibert hat über Twitter die US-Reise der Kanzlerin verkündet – die Hauptstadtjournalisten fühlen sich benachteiligt und düpiert: Ist Twitter etwa ein “offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers”? Entspricht das überhaupt den “Sicherheitsanforderungen”?

Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkwürdig und verstörend, dass Regierungssprecher Steffen Seibert (@RegSprecher) jetzt nicht mehr nur exklusiv zu ihnen spricht, sondern per Twitter irgendwie unvermittelt, irgendwie zu allen.

Thomas Wiegold hat das Protokoll der Diskussion in der Bundespressekonferenz vom vergangenen Freitag aufgetan – es dokumentiert das Innenleben eines offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstands:

Christoph Steegmans erklärt die PR-Quellen der Regierung

Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video from Carta on Vimeo.

Edit: Auf YouTube wurde das hier eingebettete Video leider entfernt. Aber auf Vimeo ist es ja noch zu sehen.

Lesenswert ist auf jeden Fall auch der arg gehässige Kommentar von Thomas Knüwer, einem sehr Internet bejahendem Medientyp, in Berliner Hauptstadtkorrespondenten – die geistige Nachhut :)

30. März 2011 | Markus Merz

Interessengemeinschaft Steindamm geht in die Internetoffensive

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IG-Steindamm e.V. mit neuer Internetseite

Der Quartiermanager Wolfgang Schüler reitet eine publizistische Attacke per Weblog. Nachdem die alte Webseite der IG-Steindamm e.V. über lange Zeit eher den toten Mann spielte, hat sich zuletzt Einiges getan. Vorstandsmitglied und neuer Webmaster Stefan Schlüter hat eine neue Webseite erstellt. So sollen zukünftig aktuelle Publikationen der Interessengemeinschaft Steindamm ablaufen:

Unser Quartiersmanager (QM) Wolfgang Schüler erhält die Rechte einen Eintrag als “Artikel” (oder auch “Headline) zu erfassen. Dieser Artikel (z.B.: Infobrief der IG-Steindamm) erstellt der QM und zu diesem Artikel kann jeder, der sich bemüßigt fühlt, einen Kommentar geben.

Lobens- und nutzenswert ist die neue Kommentarfunktion für Rückmeldungen aus dem Stadtteil.

Nachdem anfänglich nur sporadisch längere Infobriefe veröffentlicht wurden, wird derzeit (Anfang 2011) eine ganze Batterie von Kurzmeldungen publiziert. Beim aktuellen Ausbaustand der Webseite muss man jedoch aufpassen, dass man keine Meldungen verpasst. Es gibt im Moment leider kein Artikelarchiv.

Das aktuelle Motto

Hallo Nachbarn,

wir würden uns freuen, wenn Sie Informationen und Nachrichten, die das Quartier betreffen, an mich weiterleiten.

Das veröffentliche ich gern.

viele Grüße

Ihr QM

Wolfgang Schüler

In dem Sinne empfiehlt es sich also ein wachsames Auge auf die Seite www.ig-steindamm.de zu haben und bei Bedarf fleißig zu kommentieren.

· Ressort: sammlung · Kategorien: , · 3. März 2011 · Markus Merz

Medien: Abschlachten von Zivilisten als Frage der Perspektive

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Die Frage der Woche oder: ‘unsere’ objektiven Medien und das Internet

Und die üblichen Verdächtigen schweigen so laut, dass es in den Ohren dröhnt. Die Kritik in Worte gefasst hat Don Alphonso. Auf seinem Privatblog Rebellen ohne Markt stellt er die entscheidende Frage.

Wir erinnern uns kurz an die Propaganda & den Medienkrieg rund um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak, die berühmten weapons of mass destruction kurz WMD. Am Montag stellte Wikileaks die Webseite Collateral Murder online:

5th April 2010 10:44 EST WikiLeaks has released a classified US military video depicting the indiscriminate slaying of over a dozen people in the Iraqi suburb of New Baghdad – including two Reuters news staff.

Gewohnt kurz & knackig schlägt Don Alphonso zu und dreht mal eben die Perspektive um. Was wäre dann wohl in ‘unseren’ Medien los gewesen?

Wir sind die Guten

Oder so: Was hätte eigentlich die amerikanische Regierung unter dem Verbrecher Bush gemacht, wenn sie ein Video gehabt hätte, in dem irakische Helikopterschützen ahnungslose Zivilisten mit zynischen Kommentaren ermordet hätten? (…)

Quelle (oben leicht editiert d. Red.): Wir sind die Guten

  • Kurzinfo zu Wikileaks
  • Medien, Wikileaks & die Beschäftigung mit Sendern und Empfängern
    • Gedankenfutter zum Wochenende (Links & Lesezeichen)

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9. April 2010 | Markus Merz

Werbeprospekte online nach Schnäppchen & Sonderangeboten durchsuchen

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Günstige Winterstiefel für Alstereisvergnügen gesucht?

Ein neues Angebot im Internet bietet Medienkonvergenz vom Feinsten für den Schnäppchen & Sonderangebote suchenden Einkaufswilligen. Die Werbeprospekte im Briefkasten kann man lässig verbieten, aber trotzdem tagesaktuell von den lokalen bunten Werbeblättern profitieren. Selbst für Touristen, die z.B. Hamburg besuchen, ist die neu vorgestellte Internet-Schnäppchenjagd hoch interessant. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die jammernden & leidenden Verlage noch nicht selber auf diesen einfachen Gedanken gekommen sind, transportieren sie doch seit jeher mit den Zeitungen & Zeitschriften die Werbebotschaften auf Papier zum Endverbraucher.

Für manche ist das Durchflöhen von Prospekten nach Sonderangeboten ein Hobby, für andere ist es geradezu überlebenswichtig, wenn man nur ein kleines (Überlebens-) Budget zur Verfügung hat. Seit dem 7.1.2010 gibt es ein kostenloses Angebot im Internet, das aktuelle Prospekte durchsuchbar und anschaubar macht und per Anzeige auf einer Straßenkarte die Einkaufsmöglichkeiten verortet. Als Bonuspunkt kommt die Anzeige der verbleibenden Restzeit für das jeweilige Sonderangebot hinzu. (…)

Inhaltsverzeichnis

  • Meinestadt.de bietet Suchmaschine für Werbeprospekte
  • Zusammenfassung & kritische Fragen
  • Der Wermutstropfen – Verlage versagen
  • Fußnoten: Medienkonvergenz, Problem bei kaufda.de, Suchagent

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8. Januar 2010 | Markus Merz

Die Bibliothek im Informationszeitalter - Telepolis

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Playdoyer für die Haptik der Information

(Informationskultur) Mit dem außergewöhnlich prägnanten Untertitel ’6000 Jahre Schrift’ beginnt einer der schönsten ‘sowohl als auch’ Artikel über das Buch im abstrakten Sinne, das Aufbewahren von Informationen im analogen Sinne und den Nutzen der rasanten informationstechnologischen Veränderungen in den letzten 20 Jahren. Gerade dadurch, dass Robert Darnton unter der Prämisse keine verbindliche Antwort zu haben, vorgeht, entsteht ein faszinierend haptischer Blick auf die Bedeutung von ’6000 Jahren Schrift’ aus der Perspektive eines bekennenden Buchliebhabers:

Information wächst explosionsartig, und die Informationstechnologie ändert sich so rasch, dass wir vor einem grundsätzlichen Problem stehen: Wie ist in dieser neuen Landschaft Orientierung möglich? Was wird etwa aus wissenschaftlichen Bibliotheken angesichts technischer Wunderwerke wie Google? Wie verhält man sich sinnvoll? Ich habe auf diese Frage keine Antwort, aber ich schlage als Zugang zu dieser Frage einen Blick in die Geschichte der Informationsübermittlung vor. Stark vereinfacht könnte man sagen, dass es vier grundlegende informationstechnologische Veränderungen gegeben hat, seit die Menschen zu sprechen lernten.

· Link zur besprochenen Seite · Ressort: sammlung · Kategorien: , · 19. Dezember 2009 · Markus Merz

Wie kann ich das Hamburger Abendblatt kostenlos im Internet lesen?

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Wie kann ich das Hamburger Abendblatt kostenlos lesen?

(oder) Der Tag, an dem mir das Hamburger Abendblatt Angst machte

Weinen, Zähneklappern und Kundenbeschimpfung. Den Abendblatt Leser für dumm verkaufen und hoffen, dass Niemand genauer hin sieht. Der 15. Dezember 2009 wird also der Stichtag bleiben, an dem der Axel Springer Verlag in Hamburg und Berlin das Onlineabo einzuführen versuchte. Sollen sie das Geschäftsmodell des Onlineabos beim Hamburger Abendblatt ruhig machen. Warum auch nicht?

Inhaltsverzeichnis

  • Abendblatt.de gibt es jetzt als Abonnement
  • Hamburger Abendblatt führt ‘ein Klick für Lau’ Unbequemlichkeit ein
  • Die Achillesferse von “Der erste Klick ist entgeltfrei”
  • Nachtrag: Google änderte “First Click Free” (FCF) zum 1.12.2009 ein wenig
  • Hamburger Abendblatt kostenlos lesen – User Agent umstellen
  • Hamburger Abendblatt kostenlos lesen – Referrer umstellen
  • Hamburger Abendblatt kostenlos lesen – Referrer + User Agent umstellen
  • Die Angst vor der Unfähigkeit des sogenannten Qualitätsjournalismus

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15. Dezember 2009 | Markus Merz

Tittelbach.TV: Fernsehkritik & Hintergründe

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Neue Fernsehkritikseite im Internet

Mit der Kopfzeile Neue Site: Die Wiederbelebung anspruchsvoller TV-Kritik weist Meedia auf die neue Webseite des Fernseh- und Medienjournalisten Rainer Tittelbach hin. Schauspieler, Kritiken zum TV-Programm, Interviews und Hintergrundberichte sind die Themen der neuen Fernsehseite, die kein Fernsehprogramm wie TVinfo – Ihr TV-Programm bietet, sondern als journalistische Ergänzung eines Einzelnen zum Fernsehkonsum dienen soll. Schauen wir mal hin.

Inhalt

  • Der Vorspann bei Meedia
  • Tittelbach.tv – Ein guter Tipp für Fernsehkritik
  • Der Kalender – Top Werkzeug
  • Resümee

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23. November 2009 | Markus Merz

Die Medienlandschaft der USA in Zahlen & Fakten vom Herbst 2009 (Video)

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Medienwandel in Zahlen – Shift Happens

Wer nicht gerade die letzten 20 Jahre unter einem Felsen verbracht hat, der hat bestimmt gemerkt, dass es einen Trend hin zu sozialen und vernetzten Medien gegeben hat. Das Internet als nicht rechtsfreie (muss man für viele CDU & SPD Politiker – s.a. Stichwort Zensursula – immer dazu schreiben) technische Trägerplattform der neuartigen Kommunikationsprotokolle ist ja in der ganzen abstrakten Virtualität der Bits & Bytes nur schwer fassbar.

Dankenswerterweise kursieren im Internet schicke Videos, die sinngemäß unter dem Motto ‘Wussten Sie schon?’ komplexe Zahlenspielereien aufbereiten. Das unten gezeigte Video ist hoch aktuell und wirft mit Zahlen zu neuen Medien nur so um sich. (…)

  • Klassische Politik & Medien versagen im Gleichschritt
  • Medienwandel in Zahlen: Wussten Sie schon? (Video)

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17. September 2009 | Markus Merz

Hamburger Morgenpost: Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag

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Hamburger Morgenpost ist 60

(Medien) Gefühlig geht der ehemalige Volontär das Thema Geburtstag an. Es schimmert durch, dass Georg Altrogge, heute Chefredakteur der Medieninformationsseite Meedia.de, an der 60 Jahre alt gewordenen ‘Mottenpost’ hängt. In Zeiten der Krise keinen Nachruf auf die Hamburger Morgenpost schreiben zu müssen, sondern stattdessen den Ehrentitel ‘Die unkaputtbare Zeitung’ zu verleihen macht sicherlich mehr Spaß.

Warum das historisch gewachsene Chaos und Sparwunder funktioniert, das kann auch Georg Altrogge, nach Angaben auf der Seite Chronist einer Branche im Nahkampf mit den digitalen Medien, nicht erklären, aber er wundert sich lesenswert darüber und fasst die jüngere Geschichte der Hamburger ‘MoPo’ seit 1986 zusammen:

Mit der “Hamburger Morgenpost” ist es wie mit dem kleinen gallischen Dorf. Nach allem, was dem Blatt in den vergangenen Jahrzehnten widerfuhr, dürfte es eigentlich gar nicht mehr existieren: etliche Besitzerwechsel, der Wettbewerb mit übermächtigen Springer-Titeln, oder ein bizarrer Sparkurs unter “Heuschrecke” Montgomery, unter dem sogar die komplette Fotoredaktion abgeschafft wurde. Doch die “Mopo” überlebte alle Experimente, ist wieder profitabel und vermeldete zuletzt sogar ein Auflagenplus. (…)

Quelle: 60 Jahre ‘Mopo’: die unkaputtbare Zeitung

· Ressort: sammlung · Kategorien: , · 22. August 2009 · Markus Merz

ARD-Exclusiv 'Die Armutsindustrie' - 30 Minuten, die wütend machen

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Hartz IV. Empfänger schaufeln Geld in die Taschen der Anderen

Welche Anderen das sind, die mit der legalen Ausbeutung von Arbeitslosen den Reibach machen, das kommt in den 30 Minuten ARD-Exclusiv ansatzweise heraus. Diese klassische TV-Reportage schildert ohne Aufregung anhand einiger Fallbeispiele den tatsächlich existierenden Wahnsinn auf dem Arbeitslosenmarkt der statistisch aus der Arbeitslosigkeit entfernten Ein-Euro-Jobber und stellt arglos einfach immer wieder die einfache Frage nach der ‘Gemeinnützigkeit’ des tatsächlich existierenden Arbeitslosenmarktes.

Natürlich werden komplexe Zusammenhänge vereinfacht, natürlich werden leider die politisch Verantwortlichen für diesen Schattenarbeitsmarkt nicht an den Pranger gestellt, natürlich sind die Menschen in der Reportage nur Beispielfälle, natürlich ist die Erklärung für den wirtschaftlichen Zwang schnell zur Hand, aber schön ist es doch, wenn die Chefs bei einfachsten Nachfragen rumeiern, sich selbst die Kompetenz auf dem real existierenden Schattenarbeitsmarkt absprechen, mit wolkigen Worten ihre unternehmerischen Leistungen am Standort Deutschland loben, aber dann eben doch keine überzeugende Antwort auf die Frage nach der Gemeinnützigkeit der in Anspruch genommenen Billigarbeitnehmer und Praktikanten parat haben. (…)

Inhaltsverzeichnis

  • Creezy schreibt: Wie aus dem Mangel an Arbeit eine parallele Arbeitswelt entstanden ist.
  • ARD-exclusiv: Die Armutsindustrie
  • Quote der Ausstrahlung am 15. Juli 2009
  • Links und Lesezeichen

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19. Juli 2009 | Markus Merz

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