Fotografieren, Stabilität: Verwackeln minimieren (Teil 1 - Freihand-Fotografie)

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Mit einfachen Tricks und Fotografiertipps weniger verwackelte Bilder produzieren

Digitalkamera und Foto-Handy sind groß in Mode und lösen die früher weit verbreitete Spiegelreflex-Kamera ab. Eine moderne Kompakt-Digitalkamera und erst recht das Foto-Handy haben mehrere Probleme in Bezug auf das Verwackeln von Fotos. Hier ein paar Fotografiertipps und Tricks wie man verwackelte Fotos verhindern oder zu mindestens das Verwackeln mit einer Kompakt-Digitalkamera oder mit einem Foto-Handy einschränken kann.

Fotografieren, Verwackeln: Die Digitalkamera und die kritische Masse

Eine klassische Sucher- oder Spiegelreflex-Kamera hat im Vergleich mit einer aktuellen Digitalkamera einige Vorteile, wenn es um die Stabilität beim Fotografieren geht: Die Kamera wird am Kopf aufgestützt, die Arme befinden sich dicht am Körper und die älteren analogen Kameras bringen meistens auch eine gewisse Masse und damit eine nützliche Masseträgheit mit.

Diese Vorteile kehren sich bei einer Kompakt-Digitalkamera in das Gegenteil um: Die Kamera wird vom Körper weg gehalten, dadurch fällt der Kopf als Stativ-‘Bein’ aus. Die Arme schwingen frei vorm Körper und die haltenden Hände können jeweils einzeln frei vor sich hin zittern. Die Kompakt-Digitalkamera und erst recht das Foto-Handy wiegen fast nichts mehr und durch die kleinere Masseträgheit folgt die Digitalkamera-Optik dem Zittern der Hände viel leichter als bei einer klassischen Sucher- oder Spiegelreflex-Kamera.

Fotografiertipps, Freihand-Fotografie: Standard Methoden für Stabilität

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Vorweg: Eine Kompakt-Digitalkamera hat im Vergleich mit hergebrachten analogen Kameras, die mit Film gefüttert werden wollen, den Vorteil der variablen Empfindlichkeit. Das kann man natürlich auf Kosten einer höheren Foto-Körnigkeit in Grenzen ausnutzen, um die Belichtungszeit zu verringern und damit auch die Neigung zu verwackelten Bildern. Das hat aber nichts mit Stabilität zu tun! Je ruhiger man die Digitalkamera hält, desto weniger Verwacklungsgefahr, egal welche Empfindlichkeit gewählt ist. Die Grundregel lautet: Je geringer die gewählte Empfindlichkeit desto sauberer ist das erzielte Bild. Konkret: ISO 100 ist besser als ISO 200.

Die Standard-Methoden, um eine ruhige Fotokamera beim Freihand-Fotografieren zu erreichen, lassen sich auf einen Punkt bringen: Der Fotograf wird zum Stein Stativ! Und zwar zu einem Stativ mit möglichst vielen Beinen! Das zu üben und sich – nicht nur in kritischen Situationen – immer wieder darauf zu konzentrieren bringt enorm viel.

Ein wirklich störender Aspekt bei einer Kompakt-Digitalkamera ist der fehlende (exakte) Sucher. Man ist also eigentlich immer gezwungen die Kamera von sich weg zu halten, um das werdende Foto auf dem Display sehen zu können. Die Stabilitäts-Grundregel beim Freihand-Fotografieren ist: Kamera zum Körper und Ellenbogen an den Rumpf. Weitere stabilisierende Maßnahmen beim Freihand-Fotografieren sind:

  • Atemtechnik: Ausatmen und auslösen oder Einatmen und auslösen. Der sich bewegende Brustkorb hat einen massiven Einfluss!
  • Stabile Körperhaltung! Ein breitbeiniger Stand mit entspannter Körperhaltung hilft. Ungefähr so als müssten Sie sich ein Fünf-Liter-Bierfass längere Zeit vor den Kopf halten.
  • Sich bewegende Kleidungsstücke und Accessoires entfernen! Der flatternde Schal oder die im Wind schlagende offene Jacke sind ein Desaster. Eine am Arm hängende Handtasche oder Einkaufstüte sind auch nicht hilfreich.
  • Bild im Kopf sehen, Digitalkamera vorbereiten und möglichst schnell auslösen
  • Nicht zu lange mit dem Foto warten! Je länger man in der Fotografier-Position verharrt, desto unruhiger werden Arme und Hände.
  • Nicht, nie, niemals mit einer Hand fotografieren! Der ausgestreckte Arm sieht vielleicht lässig aus, aber das Foto-Ergebnis kann genauso lässig fürchterlich verwackeln. Mal ganz abgesehen von der wichtigen Kontrolle des Horizonts.

Ein letzter Fotografiertipp zum Schluss: Behandeln Sie bitte den Auslöser-Knopf zärtlich. Ein ruhiges Antippen löst bei den meisten Digitalkameras das Scharfstellen und die Belichtungsmessung aus. Ein liebevolles weiches Durchdrücken macht dann die Aufnahme. Wer den Auslöser der Digitalkamera wie die Maustaste beim Doppelklick malträtiert, der sollte mit der Rache der mitschwingenden Optik rechnen!

Derzeit in Vorbereitung für die folgenden Teile der Fotografiertipp-Reihe ‘Verwackeln minimieren’:

  • Fotografiertipp, nicht verwackeln: Unterlage schaffen
  • Fotografiertipp, nicht verwackeln: Der absolut leichte Geheimtipp
  • Fotografiertipp, nicht verwackeln: Eingebaute Features benutzen
  • Fotografiertipp, nicht verwackeln: Mit Fotostativ fotografieren

Foto: Markus Merz 2006, Artikelbild: Freihand-Fotografie: Blaues Licht durch Glass

Veröffentlicht am 7. Juni 2006 von Markus Merz

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