CSD, Hamburg: Christopher Street Day Parade 2006 (5 Fotos – Teil II.)

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CSD 2006: Regenbogen-Sonnenschirm in Hamburg Sankt Georg CSD 2006: Paar, gelb-rot, schrill in Hamburg Sankt Georg CSD 2006: Lesbisches Paar in Hamburg Sankt Georg CSD 2006: Bär, Bart, Leder-Schwuler in Hamburg Sankt Georg

Die Menschen machen den CSD aus. Fünf Portraits.

Man werfe sich mit der mit Weitwinkel-Objektiv bewaffneten Digitalkamera auf die farbenfroh verkleideten Menschen bei der Christopher Street Day Parade.

Die vier Foto-Berichte vom CSD 2006 am 5. August in Hamburg

Wie geht das spontane Portrait oder wie löse ich Einzelne aus der Menge?

Beim Fotografieren des CSD kann eigentlich nicht viel schief gehen.

Alle Objekte der Foto-Begierde sind beim CSD recht willfährig und posen gerne. Es ist fast schwieriger die spontanen Foto-Portraits zu ergattern, eben weil sich alle bunt Verkleideten beim Anblick der Kameras gerne und sofort in Pose fallen lassen. Das Problem ist, die Porträtierten aus der Menschenmenge zu lösen und danach nicht einfach die angebotene Pose ab zu fotografieren. Drei kleine Tipps und Tricks können dabei Wunder bewirken:

Der winzige, aber effektive Trick, um die Pose etwas zu brechen, ist die Posierenden per Hand-Anweisung in Bewegung zu bringen. Also nicht selber näher ran gehen, sondern per Handbewegung zum näher kommen animieren. Auch gut und sehr einfach ist das rückwärts mitlaufen und fotografieren. Man darf auf keinen Fall vergessen dabei wertvolle Komplimente zu verteilen wie „wo habt ihr nur diese Farben her“ oder etwas Nettes wie „Bauch frei kommt immer gut bei Weitwinkel“ zu sagen. Es geht mehr um die Ansprache als um den Inhalt des Gesagten.

Für den spontanen Schnappschuss im Vorbeigehen eignet sich auch das plötzliche Aufstoppen beim rückwärts mitlaufen. Der Porträtierte läuft im Normalfall weiter und schon hat man das wertvolle Halbporträt. Das muss man allerdings üben, weil der Bildausschnitt, den das Objektiv vorgibt, im Kopf sitzen muss.

Man muss sich sein Straßen-Fotostudio selber schaffen! Gerade für die ab und zu Fotografen ist es einfacher auf bekanntem Terrain zu fotografieren, als sich ständig wechselnden Foto-Bedingungen auszusetzen. Das bedeutet, dass man nicht den kompletten Veranstaltungsweg z.B. der CSD Parade mit ihren vielen Motiven abdeckt, sondern man sucht sich einen ca. 30 bis 40 Meter langen Straßen-Abschnitt, den man zum persönlichen Fotostudio macht. Natürlich können es auch mehrere solcher Stellen nacheinander sein, aber wichtig ist die Vertrautheit mit den vorhandenen Foto-Bedingungen. Wie fällt das Licht, wie ist die Perspektive, wo kommt das Motiv aus dem Schatten und ab welcher Stelle lässt man die Fotografierten wieder in Ruhe? Wenn man sich mit diesen Foto-Bedingungen vertraut gemacht hat, dann ist es sehr viel einfacher sich auf das eigentliche Fotografieren zu konzentrieren. Man weiß dann einfach wo die guten Stellen sind, und lässt die zu Fotografierenden vorher und nachher in Ruhe. Ganz wichtig ist es, sich nicht in ein Motiv zu verbeißen! Zwei bis fünf Bilder und das war es dann. Das nächste Motiv kommt ja bereits.

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Die Kontrolle der eigenen Bewegung ist auch wichtig. Gemeint ist ein gewisser Rhythmus oder Kreislauf bei der Abfolge der Laufwege im gewählten Straßen-Fotostudio. Zuallererst: Man muss sich bewegen! Das Herauspicken farbiger Foto-Elemente mit dem Teleobjektiv erzeugt noch lange kein dichtes Portrait eines Menschen. Bei einem guten Portrait braucht man (meistens) Blickkontakt und Nähe zum Porträtierten. Man geht also dem Fotomotiv am Straßenrand entgegen, auch wenn man noch gar nicht weiß, wen man denn fotografieren will. Dann guckt man sich jemanden aus und bewegt sich auf ihn zu. Dann fotografiert man. Meistens bewegt man sich dabei wieder in Zugrichtung mit. Nach dem Fotografieren lässt man sich an den Straßenrand zurückfallen und startet das erneute Entgegengehen. Das klingt einfacher als es ist, weil man ja die ganze Zeit die Foto-Bedingungen berücksichtigen muss.

CSD 2006: Reifrock in Hamburg Sankt Georg

Die Kombination dieser drei Elemente, Pose brechen, Foto-Bedingungen und Laufwege kontrollieren führt schnell und effektiv zu reproduzierbar guten Fotos!

Das Herauslösen aus der Menschenmenge schafft man übrigens mit dem oben erwähnten Weitwinkel-Objektiv. Im Kleinbild-Format sind das die Fotoobjektiv-Brennweiten zwischen 28 und 35 Millimeter. Das sind die klassischen Reportage-Brennweiten, bei denen man allerdings an die Fotografierten dicht heran muss. Diese Nähe kommt der Lebendigkeit der Portrait-Aussage unmittelbar zugute, ohne dass die Wirkung des Umfeldes verloren geht.

Fotos: © bei Flickr.

Veröffentlicht am 5. August 2006 von Markus Merz

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