Blätter aus St. Georg, Achim Lottermoser: St. Georg – „typisch“

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Anton in Hamburg Sankt Georg. Spielplatz im Lohmühlenpark in Hamburg Sankt Georg

St. Georg im Sommer. Ein Eis in der Sonne …

Kooperation mit Bürgerverein

Vorweg: Dies ist eine Premiere! „St. Georg – typisch“ ist der erste Hamburg Sankt Georg Artikel, der sowohl in der Informations-Zeitschrift des Bürgerverein zu St. Georg „Blätter aus St. Georg“ – Ausgabe 06-06 S.9 – als auch hier im Ressort Bürgerverein erscheint.

Mein Dank geht an den Autor der Geschichte, den Journalisten und Schauspieler Achim Lottermoser, der in gewohnt freundlicher Art sofort mit der Veröffentlichung auf Sankt-Georg.Info einverstanden war. Ebenfalls zu danken habe ich dem Bürgerverein für die Anregung zu dieser Kooperation.

St. Georg – „typisch“

Einen viel idealeren Spielplatz als den im Lohmühlenpark kann man sich kaum vorstellen. Mütter können in aller Ruhe einen Kaffee trinken und haben ihre Kleinen jederzeit im Blick. Es gibt Klettergeräte und vor allem viel viel Platz. Deshalb kommt es auch kaum mal zum Streit zwischen den Kindern verschiedener Nationen.

Im Gegenteil. Offenbar fördert die harmonische Atmosphäre sogar Kreativität, wie die kleine Geschichte beweist, die ich am zum Spielplatz gehörenden Kiosk erlebte: Der vierjährige Anton, Sohn eines bekannten Schauspielers, kam mit zwei gleichaltrigen Mädchen und einem Freund zur Süßigkeiten-Ausgabe. Ein Blick auf das Eisangebot.

„Einmal ‚Marcao’, einmal ‚Brausespaß’ und ‚Frapetto’. Anton hatte ganz klare Vorstellungen. Die Drei-Käse-Hohen öffneten die kleinen Händchen und hielten sie Alfred, dem Besitzer des Kiosks entgegen. In einer Hand sah er 40 Cent, in einer weiteren einen Cent. „Oh, das ist aber zu wenig“, sagte Alfred. Ratlos sah Anton mit großen Augen in die Runde der anderen Kunden. „Schade, wir wollten für unsere Mütter einen Schatz vergraben!“, sagte er mit verschwörerischem Ton ganz leise.

Nun weiß man ja: In einem Land, in dem Marktwirtschaft regiert, findet eine tolle Idee am Ende immer einen Sponsor. Und so ganz selbstverständlich auch hier. (Dreimal dürfen Sie raten, wer hier der großzügige Sponsor war – d. Red.)

Anton bedankte sich artig, packte seine Eispakete und zog triumphierend mit seinen Freunden in den Sandkasten. Ganz dicht an der angrenzenden Mauer verbuddelten die Kinder jetzt den kühlenden „Schatz“. Dann zogen sie gemeinsam auf die 30 Meter entfernte Wiese, wo die Mütter mit anderen Parkbesuchern angeregt plaudernd in der Sonne saßen. Es gelang den Steppkes, ihre Mütter aus dem Kreis zu lösen und zu dem Schatz zu dirigieren, der dann auch bald gehoben war.

Ganz schön gerührt waren die Mütter. Trotz brüllender Hitze hatten die Kleinen selbstlos zuerst an ihre Mamis gedacht. Und dabei war nicht einmal Muttertag …

Ein Blick zum Kiosk beruhigte Antons Mutter, dass da keine „bösen Onkels“ im Spiel waren, und sie lächelte. Sie kann stolz sein auf Antons Idee.

Oder ist der Vierjährige – auch im Zeichen der Marktwirtschaft – vielleicht nur ein raffinierter, frühreifer Geschäftsmann, der genau weiß: Manchmal muss man eben einen kleinen „Schatz“ investieren, um am Ende einen viel größeren, unbezahlbaren Schatz zu heben – Mutterliebe.

Nö, glaub ich nicht. So ausgebufft denken Vierjährige nicht.

Achim Lottermoser (Text und Fotos)

  • Bild 1: Anton „typisch“
  • Bild 2: Die Mütter suchen an der Sandkastenmauer im Lohmühlenpark unter Anleitung der Kinder den vergrabenen Schatz.

Fotos: Achim Lottermoser 2006, Artikelbild: Anton in Hamburg Sankt Georg

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Veröffentlicht am 12. Juli 2006 von Markus Merz

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