Vermischtes, Internet: Welches Bein soll ab? (u.A.)

Amazon: Bestseller , Preis-Hits , DVD-Top-Titel

Die Sammlung zur Wochenmitte …

Nackte Frauen, Parkplatz-Suche leicht gemacht, Strandschnecken-Spucken, Mädchen oben-ohne, Kontaktbörsen erfolgreich, Publikums-Dressur mit nackten Busen in Pamplona, Andere arbeiten lassen und die böse Internet-Kriminalität. Das sollte doch für jeden was dabei sein, oder?

Die häufige Erwähnung von Nudismus gegen Pelze im obigen Anreißer ist rein zufällig!

Parken: Vorbildlich freundliche Ankreuz-Aktion gegen Falschparker

marketing-blog.biz: Freie Auswahl für

Froh einen Parkplatz gefunden zu haben hüpft die junge erfolgreiche Werberin sportlich federnd aus ihrem pastellfarbenem Cabrio, um in der lokalen Sporthallen-Gastronomie den Mann ihrer Träume oder wenigstens für eine Nacht zu finden. Bei der Rückkehr findet sie einen freundlichen Zettel mit ein paar Ankreuz-Möglichkeiten auch für geistig Minderbemittelte vor. Was mögen Sie lieber, um Ihr Auto auf einem Behinderten-Parkplatz abstellen zu dürfen: Rechtes Bein ab? Linkes Bein ab?

Die Aktion finde ich gut, bei mir vor der Haustür teilen sich manchmal ungelogen drei Wagen jeweils einen Behinderten-Parkplatz (zwei Stück) und das bereits stark reduzierte öffentliche Grün im entpollerten Raum (Schill damals: Poller müssen weg). „Ich bin nur kurz mal eben …“ geht mit Bein-ab halt nicht so schnell. Auch die Breite der Behinderten-Parkplätze macht für Rollstuhl-Fahrer Sinn und ist keine Einladung da mal eben schnell zwei oder drei sportliche Kleinwagen ab zu stellen (Notiz an mich: Fotos machen). Es ist ebenfalls eine urbane Legende, dass Behinderte bei Eintreten der Dunkelheit keine Parkplätze mehr brauchen, und man deswegen ‚selbstverständlich‘ auf einem Behinderten-Parkplatz parken darf (all dies so schon wörtlich gehört).

(...) Die Unart sein Fahrzeug mal eben auf einem Behindertenparkplatz abzustellen greift auch in Brüssel weiter um sich. Für die Organisation “Gelijke Kansen in Vlaanderen”, die sich u.a. für die Rechte von Menschen mit Handicap einsetzt, macht die Agentur LG und F Falschparkern ein spannendes Angebot. Welches Bein dürfen wir Ihnen denn abnehmen? (...)

Rathaus: Ausstellung über Hamburg

Hamburger Abendblatt: Hamburger und Gegenwart im Rathaus (erschienen am 18. Juli 2006)

Da muss man wohl mal hin. Nicht Alles gibt es ohne Mühe im Internet :-)

(...) Im (Hamburger) Rathaus findet von heute an bis zum 31. Juli eine Ausstellung zur Hamburger Geschichte und Gegenwart statt, die wochentags von 8 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 13 Uhr geöffnet ist. Auch das Hörbuch “Hamburg – von der Hammaburg zur HafenCity” ist wieder erhältlich. Das Hörbuch wird gelesen von “Tagesschau”-Sprecherin Eva Herman und NDR-Moderator Jochen Wiegandt. (...)

Frankreich: Weltrekord im Strandschnecken-Spucken

basicthinking.de: Schnecken Weitspucken

Aus der Serie „Was ich eigentlich noch nie so genau wissen wollte“:

(...) Der Bretone Alain Jourdren hat erneut seine Überlegenheit im Strandschnecken-Spucken unter Beweis gestellt. Souverän verteidigte der Algensammler seinen Titel als Weltmeister. Mit 10,41 Meter holte sich der 45-Jährige in dem Ort Moguériec bei Roscoff zum fünften Mal den Sieg. (...) Seine überragenden Leistungen führt Jourden auf stetes Training zurück: „Immer wenn ich eine Strandschnecke finde, stecke ich sie in den Mund und spucke sie wieder aus.“ (...)

Spanien: Nackte Frauen gegen rasende Stiere

basicthinking.de: Meinungen eines Beiern von Geringem Verstand

Nackte Frauen gegen “hier Thema der Woche einsetzen”. Dem Artikel ist nicht viel hinzu zu fügen. Ich würde auch nie wieder nach Pamplona fahren, um Stiere zu gucken. Aber den Hochzeitsmarkt der Tierschützerinnen finde ich als Tradition erhaltenswürdig. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

(...) Genau: Um die Veranstaltung WENIGER gefragt zu machen, ziehen sich die Mädels aus und präsentieren sich der Menge. Und zwar einer Menge, die hofft, das Zuschauer zertrampelt werden, bevor die Tiere dann rituell erstochen werden. Normalerweise würde ich das nicht so sagen, aber wer auf derartiges steht, lässt sich durch welche Art von Ablenkung am ehesten von der Veranstaltung abhalten:

  1. Free Jazz
  2. Lesungen japanischer Gedichte
  3. Titten
(...)

Fernsehen: Günstiger TV-Genuss per Internet

themenblog.de: -TV

Von Skype-Teilnehmer zu Skype-Teilnehmer ist telefonieren über Internet kostenlos. Mein Freund André in Melbourne möchte bestimmt gerne mal das Deutsche TV-Programm verfolgen. Sogar mit Umschalten der Kanäle. Das kleine Päckchen für 60 Euro würde den Weg von der TV-Stockdose per Telefon-Software nach Australien ermöglichen. Kann man natürlich auch während des Urlaubs an der italienischen Riviera einsetzen; schnelles Internet und Skype-Software vorausgesetzt. Das italienische Berlusconi-Fernsehen soll ja nicht so doll sein.

(...) Dieser Packshot wird noch Karriere machen. Als Killer der IP-TV-Distributionsträume von Providern und Sendern. Der kleine, rund 60 Euro teure USB-Stick überträgt TV via Skype an jeden beliebigen anderen Skype-Nutzer. Weltweit. Kostenlos. (Via engadget.com) (...)

Taschenbuch: Krimi Klassiker Mickey Spillane ist tot

spiegel.de: im Alter von 88 Jahren gestorben

Ich habe Mickey Spillane als pubertierender Teenager immer gerne gelesen. Tolle Frauen, männliche Männer und ballernde Ballermänner. Was will man mehr? Nach angeblich über 200 Millionen verkauften Büchern ist Mickey Spillane ruhmreich in die ewigen Jagdgründe der Kinderbuchautoren eingetreten. Er hatte kein Sendungsbewusstsein, Leser waren Kunden, toll.

(...) Sein Vermächtnis findet sich bei Quentin Tarantino und in “Sin City”: Mickey Spillane, der mit fünf sadistischen Pulp-Novels über den Detektiv Mike Hammer ein ganzes Genre revolutionierte, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. (...)

Internet in China erfolgreich bei Kontaktbörsen

faz.net: Ehe, die schnelle Tour

Der Chinese ist ein Wanderarbeiter oder versklavter Bürohengst weit ab von Heimat und Familie. Was braucht man als geknechteter und ausgebeuteter Wanderarbeiter ab und zu? Richtig, schnelle und einfache Kontakte zum anderen Geschlecht. Speed Matching statt intellektuellem Sankt-Georg.Info Gedöns. Die FAZ hat die Story.

(...) Die älteste derartige Institution im Netz ist jedoch www.color8th.com aus Schanghai. Deren Managerin Li Keke charakterisiert das Geschäft folgendermaßen: „Unsere Zielgruppe sind alleinstehende großstädtische Büroangestellte beiderlei Geschlechts. Wir haben mehr als 470.000 Mitglieder, davon 71 Prozent Männer. Unser Spezialangebot heißt ,Speed Match in 8 Minutes’. Hier finden die Leute einen Liebespartner in kürzester Zeit. Die Erfolgsrate beträgt zwanzig Prozent.“ (...)

Gesellschaft: Andere arbeiten lassen …

Telepolis bei heise.de: Billig und willig

Eine Art gesellschaftspolitischer Nachtrag zu „Medien, Hamburg: Lifestyle-Magazin
zahlt keine Foto-Honorare für Flickr Fotos“.

(...) Ein besonders absurdes Beispiel der Aktivierung ehrenamtlicher Arbeit war bei der WM zu beobachten. 15.000 “Volunteers” sorgten für den reibungslosen Ablauf des Großereignisses. Organisationschef Franz Beckenbauer war ganz begeistert von ihrem Einsatzwillen:

„Man muss sich das einmal vorstellen: Da stellen sich 15.000 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten vier bis fünf Wochen zur Verfügung, und das Einzige, was sie kriegen, sind Klamotten und Essen. Und viele nehmen dafür sogar ihren Jahresurlaub.“

An anderer Stelle fügte er noch hinzu:

„Die vielen freiwilligen Helfer sind für uns ein ganz wichtiger Bestandteil. Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre es überhaupt nicht möglich, die WM zu organisieren.“

Der “Kaiser” betreibt hier die weithin übliche Verschleierung der ökonomischen Realität. Natürlich wäre genug Geld für einen angemessenen Stundenlohn vorhanden: Die FIFA erzielte einen Rekordgewinn von geschätzten 1,6 Milliarden Euro. (...)

Die Absurdität war übrigens hier in Hamburg beim nicht besser.

Online, Banken: Internetkriminalität nimmt zu

tagesschau.de: Immer mehr Betrug beim

Bitte keine Panikmache, aber aufpassen und wissen was man so anklickt sollte man schon. Wer keine Ahnung hat, wie vielleicht die zitierte Frau im Artikel, der sollte Internet-Banking wirklich bleiben lassen. Soviel Bank-Geschäfte wickelt man als ordentlicher Deutscher Privat-Mensch nun wirklich nicht über Internet ab.

(...) Betrug beim Online-Banking – inzwischen sind es keine Einzelfälle mehr. Immer dann, wenn Kunden per Mail aufgefordert werden Kontodaten einzugeben, ist größte Vorsicht geboten. Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein nimmt diese Art der Kriminalität deutlich zu. Beim LKA in Kiel ist man dabei, eine Expertengruppe aufzubauen, die sich speziell mit diesem Problem befassen soll – und auch in Hamburg liegen die registrierten Betrugsfälle bereits im dreistelligen Bereich. (...)
Veröffentlicht am 19. Juli 2006 von Markus Merz

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu:

Sie können textile in Ihrem Kommentar verwenden.
Hinweise: 1. Die Kommentare werden vor Freigabe geprüft und das Einstellen urheberrechtlich geschützter Werke ist verboten. 2. Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden.