Hamburg, Immobilien: Der Traum vom Hausboot

Amazon: Bestseller , Preis-Hits , Suche nach Hausboot

Die Faszination Hausboot – Alternative zur klassischen Immobilie

In Amsterdam und London gehören Hausboote zum normalen Anblick. Auch in Seattle und Sausalito liegen ausgesprochen hübsche Hausboot-Exemplare. Die schwimmende Alternative zur klassischen Immobilie hat viele Liebhaber.

Hausboote bald auch in Hamburg als normale Immobilie?

Update 3.7.06: Existierende legale Hausboot-Liegeplätze in Hamburg

Anders als unten beschrieben gibt es anscheinend durchaus legale Hausboot-Bewohner in Hamburg, die nicht in einer halblegalen Immobilien-Grauzone leben. Laut der Zuschrift des Lesers Peter P. lebt dieser bereits seit 25 Jahren mit seiner Familie legal auf einen Hausboot auf der Bille. Er und seine Familie benötigen keine weitere gültige Land-Anschrift, die bei den Überprüfungen anderer Hausboot-Liegeplätze nachgewiesen werden muss.

Seine zweite Zuschrift an Sankt-Georg.Info nachdem ich um weitere Auskünfte gebeten hatte (leicht editiert, persönliche Daten sind in der Originalmail vollständig):

Meine Adresse im Personalausweis lautet Peter P., S…-straße X auf einen Hausboot. Und auf allen Behördenschreiben, die ich bekomme, wird die Anschrift so ausgedruckt. Wir haben damals einen festen Liegeplatz bekommen, weil wir alle Auflagen der Hansestadt Hamburg erfüllt haben. Z.B. Abwasser (angeschlossen ans Sielnetz Hansestadt Hamburg.) Möglich durch Bau eines Hebewerks. Wasser von HWW, Starkstrom HEW (Vattenfall), Telefon und Kabelfernsehen von Telekom, Mülleimer Müllabfuhr Hamburg. Damit sind alle Auflagen der Hansestadt erfüllt worden und einem festen Wohnsitz stand nichts mehr im Wege. Zusätzlich müssen wir natürlich alle 5 Jahre einen Schwimmfähignachweis erbringen.

Der große Vorteil der Internet-Seite Sankt-Georg.Info ist auch, dass ich Artikel-Updates nachschieben kann (und will), falls es erforderlich ist. Meine Entschuldigung an alle legalen Hausboot-Bewohner, die ebenfalls über folgenden Absatz stolpern! (Update Ende)

In der Hafen-Weltstadt-Hamburg wurde ein Modellprojekt gestartet, dass das Leben auf dem Wasser kanalisieren kultivieren soll. Wohnen auf dem Wasser ist in Hamburg bislang ein Leben in einer Grauzone. Feste Hausboot-Liegeplätze gibt es in Hamburg offiziell noch nirgends, weil dazu bau- und wasserrechtliche Gesetze fehlen. Wer dennoch in einem Wohnschiff oder Hausboot lebt, muß bei einer Überprüfung eine offizielle Wohnanschrift an Land haben. In Hamburg soll es aufgrund eines aktuellen Senatsbeschlusses an der Elbe und in den Seitenkanälen zukünftig etwa 75 Liegeplätze geben. Es ist Sommer, es ist heiß, die Sonne knallt vom Himmel und mancher Hamburger träumt vom kühlenden Nass. Warum nicht gleich auf einem Hausboot am Wasser wohnen?

Hamburg, Medien: Stern.de mit zwei Hausboot-Fotostrecken

Floating Home im Hamburger City-Sportboot-Hafen

Die Nachfrage nach dem Wohnen auf dem Wasser steigt und auch in Hamburg macht man sich Gedanken über die möglichen Einnahmen durch Liegeplatz-Gebühren. Die Zielgruppe ist groß und Hamburg hat auf den Kanälen, Fleeten und im riesigen Hamburger Hafen viele potentielle Liegeplätze für wasserbegeisterte Hausboot-Bewohner zu bieten. Ein Hausboot ist allerdings keine klassische Immobilie, man erwirbt keinen Grund und Boden, der Liegeplatz kann nur gepachtet werden.

Eine luxuriöse Hausboot-Variante, das Floating Home mit 225 Quadratmeter Wohnfläche, wurde im Hamburger City-Sportboot-Hafen vorgestellt. Stern.de würdigt das große und teure schwimmende Immobilien-Objekt Floating Home in einem Artikel und einer Fotostrecke mit 17 Fotos. Die Fotos von Aleksandra Andrijasevic sind keine lichbildnerischen Meisterwerke, aber vermitteln einen guten Eindruck davon, wie man in einem Muster-Hausboot auch ganz ‘normal’ eingerichtet leben könnte:

Das Floating Home ist der erste Prototyp der Hamburger Architekten Karsten Trabitzsch und Martin Förster. Getauft wurde das zweistöckige Hausboot auf den Namen Maran. Die Floating Homes gibt es in vier Größen.

Neben dem vorgestellten 225 m² Modell der größten Kategorie gib es auch kleinere und entsprechend günstigere Varianten mit einer Grundfläche von jeweils 160 m²,120 m² und 114 m². Für die kleinste Variante, die auch schon 280.000 Euro kostet, gibt es schon einige Vorbestellungen. Die Raumaufteilung ist dank nicht-tragender Wände flexibel, es gibt eine Rundum-Terasse und ein schwer einsehbares intimes Sonnnendeck auf dem Dach.

Medien, Buch: Das Hausboot Buch

Wunderschöne Fotos von Hausbooten in Seattle, Sausalito, Amsterdam und London zeigt Stern.de in einer zweiten Fotostrecke mit 20 Bildern. Durch diese Fotos von Andrew Garn aus dem Hausboot-Buch von Barbara Flanagan bekommt man einen sehr guten Eindruck von der Individualität der Hausboot-Bewohner, die sich in einer solche Wohnform ausdrücken kann.

Das Hausboot-Buch über schwimmende Häuser berichtet über die lange Geschichte der Hausboote in aller Welt. Schwimmende Hausboot-Marinas werden in Fotos gezeigt. 19 Hausboote werden einzeln und detailliert vorgestellt. Erschienen ist das Hausboot-Buch (ISBN 3-85498-311-5) im Verlag Christian Brandstätter, hat 192 Seiten mit ca. 200 Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen und kostet 36 Euro.

Links und Lesezeichen zum Thema Hausboot

Empfehlung: Webseite der Hausboot-Vereinigung in Sausalito

In den Medien

Ein Hamburger Anbieter

Suchen …

Amazon: Suche nach Hausboot

So, das reicht zum Thema Hausboot für heute. Wer mehr möchte, braucht bei der Suchmaschine der Wahl nur nach ‘Ortsname’ und Hausboot bzw. Floating Home suchen. Seattle, Amsterdam, London und Sausalito bei San Francisco sollten als Erstes reichen.

Und dann ist da auch noch The Floating Home Association Pacific Canada. Da gibt es auch ein paar Lesezeichen …

Nachtrag 2.3.2007: Sony wirbt auf Hausboot für Playstation 3 (PS3)

Suche: Amazon zu HausbootHausboot, Ebay zu HausbootHausboot

Und wer hat’s erfunden springt mit auf den heranrasenden Playstation 3 Zug? Drei Blogger als “Kings of Zock”, u.a. der Herr Nilzenburger, seines Zeichens Blogger für den Weltfrieden, werden im City-Sportboothafen Hamburg für ein paar Tage ein riesiges Design-Hausboot beziehen.

Das reicht nicht, haben wir Sony gesagt. Wir wollen da einziehen, haben wir gesagt. Wir wollen da bloggen und Freunde einladen, haben wir gesagt. Wir wollen da eine Party machen und die Konsole ausprobieren, haben wir gesagt. Und weil das ja quasi Promotion für Sony und die PS3 ist wollen wir auch Kohle, haben wir gesagt. Und unsere eigenen “Kings of Zock”-Shirts. Und für jeden eine Konsole. Und wisst ihr was Sony gesagt hat?

“Jungs, ihr seid cool und wir einverstanden. Macht mal, wir gucken uns das mal an.”

Quelle: Die Kelly Blog – Family!

Dann mal viel Spaß auf dem schaukelnden PR-Event.

Original Sony Text von der Homepage der Aktion:

Das Jahr 2007 fängt mit einer Premiere an. PLAYSTATION 3 kommt nach Europa und wird bereits vor dem Verkaufsstart an jeweils einem besonders außergewöhnlichen Ort in drei Ländern erlebbar sein.

Die Deutschland-Premiere findet auf dem Wasser in Hamburg statt: Ein futuristisches Designer-Hausboot wird für drei Monate zu Deutschlands exklusivstem Ort für High Definition Home Entertainment und Gaming – kurz, zum PS3 BRANDSPACE.

Umweht vom maritimen Flair von Elbe und Hamburger Hafen präsentiert Sony Computer Entertainment hier in dem einmaligen Ambiente des zweistöckigen, 225 Quadratmeter großen Floating Homes die Vielfalt der nächsten PlayStation-Generation und das Erlebnis von Spielen, Spielfilmen sowie Musik in HighEnd-Technologie.

Quelle: Playstation 3 – Brandspace

Veröffentlicht am 25. Juni 2006 von Markus Merz
blogbar | 4. Juli 2006 | Direktlink

Lieber Markus!
Vielen Dank für die vielen, interessanten Informationen rund ums Hausboot (das schon lange ein heimlicher Traum von mir ist). Seit ich vor 20 Jahren in Californien das erste Mal gesehen habe, wie komfortabel es sich so leben und wohnen lässt, ist ein Leben auf dem Hausboot auch mein eigener Traum geworden. Höchstens ein Leben im Baumhaus stelle ich mir ähnlich schön vor!
Liebe Grüsse

Ihre Lulu

Manfred Müller | 8. November 2006 | Direktlink

Meine Idee entstand Ende 2004. Seit Sommer 2005 bin ich dabei aus einer alten Schute ein Hausboot zu machen und werde spätestens im Frühjahr 2007 einziehen. Nach meiner Meinung werden unsere Behörden die Idee zu Tode reglementieren. Was bleiben wird, ist die Luxusversion für Reiche, die alle Auflagen erfüllen.
Manfred Müller

Reiner | 21. September 2010 | Direktlink

Auch wir möchten uns unseren Traum erfüllen und sind auf der Suche nach einer alten Schute zum Ausbau. An wen können wir uns diesbezüglich wenden und vorallem, wie kommen wir an einen Liegeplatz (mögl. Harburg oder City-Nähe)?
Freuen uns über jede Info!!!

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