Hamburg, Internet: Das neue hamburg.de - Relaunch des Stadtportals für Hamburg

Amazon: Bestseller , Preis-Hits , Suche nach Hamburg

Seit 29. Juli 2008 ~19:00 online – Das neue hamburg.de

Ein sehr spannender hamburg.de Stadtportal Relaunch, der auf den ersten Blick sehr erfolgsversprechend ist. Viele Informationen über Hamburg und die Behörden der Stadt Hamburg in einem einzigen Internetportal unterzubringen ist eine spannende Aufgabe. Zusätzlich noch Geld zu erwirtschaften eine Andere. Das Stadtportal hamburg.de versucht sich unter dem 51% Gesellschafter Axel Springer Verlag an der großen Herausforderung. Der schwierige und vielbeinige Spagat zwischen kommerziellen Interessen, werblicher Touristeninformation, trockenem Behördenkram und sachlicher Bürgerinformation kann für die reine hamburg.de Webseite als gelungen bezeichnet werden. Gelungene Webseiten unabhängige Informationsverteilung per RSS Feed(s) oder Email-Newsletter(n) ist allerdings weiterhin Mangelware.

Alte Links auf hamburg.de Inhalte wie z.B. www.katastrophenschutz.hamburg.de funktionieren leider nicht mehr (noch nicht?) wie erwartet. Da werden jetzt viele mühsam recherchierte Deep-Links ungültig und die Information muss neu gesucht werden.

Die inhaltlichen Zuständigkeiten bei hamburg.de erkennt man übrigens an evtl. vorhandenen Logos über den Inhalten. Inhalte der Freien und Hansestadt Hamburg sind mit dem städtischen Logo (Hammaburg) sowie einem Behörden-/Institutionsnamen gekennzeichnet. Inhalte der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH sind mit dem Logo und Schriftzug der HWF gekennzeichnet.

Klassische Wermutstropfen bei hamburg.de bleiben erhalten

  • Die früher kostenlose hamburg.de Emailadresse bleibt weiterhin kostenpflichtig (Registrierung für 2,99€ oder 3,49€ je Monat).
  • Kritische Stimmen über die Schmuddelecken Hamburgs und den Filz und die Skandälchen in Hamburg bleiben bei hamburg.de wohl weiterhin ausgespart.
  • Die kommerzielle Ausrichtung von hamburg.de wird noch professioneller betrieben.
    • Auf den nicht offiziellen hamburg.de Seiten ist so ziemlich überall Werbung geschaltet bzw. es werden auch Dienstleistungen vermittelt.
    • Auf anscheinend jeder hamburg.de Seite ist im Fußbereich ein Block mit Links zu ‚Weitere Online-Angebote der Axel Springer AG‘ enthalten.
    • Nachtrag: Hamburg.de will anscheinend kostenlos Hamburg Fotos abgreifen und das in einer klassischen Medienstadt wie Hamburg. Bäh!

Über die Werbung kann man geteilter Meinung sein (Ich finde es OK), die positiv gefärbte Selbstdarstellung der Stadt Hamburg ist nachvollziehbar, aber die kostenpflichtigen hamburg.de Email Adressen sind ein harscher Kritikpunkt spez. nachdem diese früher einmal kostenlos waren und viele Hamburger davon stolz Gebrauch gemacht haben. Warum gibt es nicht wenigstens die Möglichkeit einer kostenlosen Email Adressenumleitung (z.B. zu einem der zahlreichen kostenlosen Emailanbieter)?

Die hamburg.de Gesellschafter & Selbstdarstellung

Das Stadtportal hamburg.de wird von fünf namhaften Gesellschaftern getragen, die für Glaubwürdigkeit, Kundenorientierung sowie mediale Kompetenz stehen.

Axel Springer
Freie und Hansestadt Hamburg
HSH Nordbank

Hamburger Sparkasse
Sparkasse Harburg-Buxtehude

Vertrauen Sie der Marke hamburg.de, die offizielle Internetsite für die Freie und Hansestadt Hamburg für Hamburger und Touristen.

Quelle: hamburg.de Impresssum

S.a. die Pressemiteilung der Axel Springer AG vom 3.7.2007: Georg Konjovic wird neuer Geschäftsführer des Stadtportals Hamburg.de – Kartellbehörde genehmigt Mehrheitsbeteiligung von Axel Springer an Hamburg.de

hamburg.de Kurzkritik

Wie hamburg.de die neue Version vorstellt, das kann man hier auf acht kurzen Infoseiten nachlesen: Das neue hamburg.de – hamburg.de hat ein neues Gesicht!

Mehr Nachrichten, mehr Navigationshilfen, bessere erweiterte Suche

  • hamburg.de ist jetzt ‚magaziniger‘ – Das Raster der Homepage mit den vielen Bildern erinnert an inhaltsschwere Informationsseiten.
  • Klarere Ausrichtung auf Nachrichten – Aktuelle Ereignisse in Hamburg und letzte Mitteilungen der Behörden werden als Schwerpunkt hervorgehoben.
    • Kritik (s.a. Katastrophenschutz Hamburg: Bürger-Benachrichtigung Fehlanzeige!): Ich entdecke weit und breit keine zentrale Seite zu RSS Feeds oder zu vorhandenen Email Newslettern. Mit RSS Feeeds könnte man sich neue Inhalte von hamburg.de unaufwendig ins Haus holen. Die guten alten Email Newsletter der einzelnen Behörden verstecken sich – falls überhaupt vorhanden – gut.
  • Die Navigation auf hamburg.de ist deutlich intuitiver – Die Untermenüleisten, Navigationsblocks und nicht zuletzt die kontextabhängigen Suchwort-Wolken auf vielen Seiten bieten eine transparente Hilfe im Gegensatz zum früheren ‚Trial and Error‘ Zufallsprinzip.
  • Deutlich bessere erweiterte Suchfunktion – Wer etwas von den Behörden braucht kommt über den Menüpunkt Mehr zu einer sinnvollen Suchmaske. Die allgemeine, nicht eingeschränkte, Suche verwendet übrigens Google um zu relevanten Ergebnislisten zu kommen. Dies kann ich nach meinen Erfahrungen auf Sankt-Georg.Info nur begrüßen.
  • Recht sinnvolle eingeschränkte Tag-Cloud auf Unterseiten – Die seitenabhängigen ‚Top-Suchbegriffe bei hamburg.de‘ empfinde ich als sinnvolle und auch spannende Navigationshilfe und Inspirationsquelle beim Surfen auf hamburg.de.
  • Sehr gute Breadcrumb Navigationshilfe – Breadcrumb bzw. Brotkrumen: Das ist oben links diese ‚wo bin ich gerade‘ Infozeile (Beispiel: Home > Stadt & Staat > Bezirke > Hamburg-Mitte > Politik, Verwaltung > Bezirksversammlung). Diese hierarchisch organisierte ‚Klickhilfe‘ zeigt auf einen Blick in welchem hamburg.de ‚Keller‘ man sich gerade herumtreibt und man kann einfach per Klick auf die übergeordneten Ebenen wieder ‚aufsteigen‘ ohne den lästigen Weg über die Homepage oder eine erneute Suche gehen zu müssen.

Kritik an Themenseiten

Verbesserungen müssen noch bei Seiten wie z.B. Straßenfeste gemacht werden. Da erwarte ich eine chronologische Sortierung und per default eine Anzeige der laufenden und kommenden Straßenfeste. Und natürlich mehr Vollständigkeit; Wo z.B. ist die Bunte Lange Reihe?

Aus Alt mach Neu bei hamburg.de: Das Branchenbuch

Eine ertragreiche sprudelnde Erlösquelle könnte das hamburg.de Branchenbuch werden, wenn es gelingt die einzelnen Branchenseiten bei den Suchmaschinen nach oben zu drücken. Ein Grundeintrag ist kostenlos. Weitere Details zum Unternehmen und eine bessere Platzierung bekommt man gegen Geld (Serviceeintrag: € 179.- / Jahr, Businesseintrag: € 349.- / Jahr, Premiumeintrag: € 729.- / Jahr).

Karteileichen im Branchenbuch?

Die einzelnen Einträge scheinen von den alten, früher mal kostenlosen, Visitenkarten bei hamburg.de übernommen worden zu sein. Da man diese alten Visitenkarten nach der Kostenpflichtigkeit nicht mehr aktualisieren konnte, könnten dort jetzt viele Karteileichen und/oder falsche Adressdaten nach oben gespült werden. Wer also früher mal eine Visitenkarte bei hamburg.de für seine Firma oder einen Verein angelegt hat, der sollte den eigenen Eintrag suchen und per ‚ändern/bestätigen‘ Funktion auf den aktuellen Stand bringen.

Unseriöse Werbepartner Bevorzugung?

Etwas arg ‚getrickst‘ ist das stark eingeschränkte Branchensuchergebnis im Stadtplan bei hamburg.de. Erst bei einer zusätzlichen Auswahl (die auch sehr eingeschränkt ist) bekommt man die vollständige Info eingeblendet. Vorher sieht man wahrscheinlich nur zahlende Inserenten (z.B. bei Hotels auf einen Blick, die selbsternannte „Übersichtskarte für Hotels in Hamburg“ z.B. auch nach einer Suche nach der PLZ 20099 bzw. nach „St. Georg“). Die eingeschränkte Anzeige empfinde ich als unseriös für ein offizielles Hamburger Stadtportal.

Resümee

Zu meiner großen Überraschung sieht der erste Blick auf die reine Webseite ‚hamburg.de 2.0‘ erfolgsversprechend aus. Die Datenstruktur und die Informationsarchitektur wirkt sauber und aufgeräumt. Für die Zukunft ist zusätzlich viel Platz für Erweiterungen und Verbesserungen geschaffen worden. Diese zukünftigen Änderungen sollte das Stadtportal ‚hamburg.de 2.0‘ integrieren können, ohne dass es erneut zu einem derart großen Versionssprung kommen muss.

Mir fehlen weiterhin moderne Mechanismen zur Informationsverteilung wie RSS Feeds und Email Newsletter. Warum auch in der jetzigen Version jeglicher standardisierte Durchgriff auf wichtige Hamburg Informationen (z.B. Aktuelles vom Katastrophenschutz) nicht verfügbar ist, lässt sich wahrscheinlich nur mit Besucherzahlen-Geilheit oder Ähnlichem erklären.

Dass die Stadt Hamburg ihre (unsere!!!) Internet Visitenkarte hamburg.de nicht unter Landeshoheit behalten hat ist immer noch ‚ohne Worte‘, aber dieses Kind ist wohl endgültig mittelfristig in den Brunnen gefallen. Mögen die Gesellschafter das Konstrukt hamburg.de erfolgreich in die schwarzen Zahlen führen…

Links und Lesezeichen

Veröffentlicht am 30. Juli 2008 von Markus Merz
Georg | 1. August 2008 | Direktlink

Danke für den konstruktiven Artikel! RSS-Feeds fehlen tatsächlich, sie fehlen auch uns sehr… Leider hat sich hier ein Bug in der Implementierung eingeschlichen, so dass wir diese zunächst wieder entfernt haben. In einigen Bereichen (z.B. Events) plagen uns auch gerade ein paar Urheberrechtsfragen (nicht alles dürfen wir aus lizenzrechtlichen Gründen per RSS-Feed verbreiten). Wir sind aber zuversichtlich, dass wir RSS bald einschalten werden. Newsletter – ganz ehrlich – halte ich für überholt, daher wird es den nicht mehr geben.

Für die nicht funktionierenden Subdomains können wir uns nur entschuldigen. Wir pflegen diese gerade sukzessive nach. Es sind aber dann doch recht viele…

HJM | 25. Dezember 2009 | Direktlink

Interessante Fragestellung, obwohl es aus meiner Sicht immer zwei Aspekte gibt… zum einen den, dass natürlich Fotografen, die Ihr Geld damit verdienen, kaum an einer unentgeltlichen Nutzung ihrer Aufnahmen interessiert sein dürften. Nachvollziebar! Aber für Leute wie mich, die es nur als Hobby (wenn auch als intensives) betreiben, kann es schon eine Möglichkeit sein, den Bekanntheitsgrad zu steigern… Werbung ist alles. Und letztendlich, muss das jeder selber abwägen, ob es ihm das wert ist. Na ja, und natürlich wäre es mir persönlichlich auch lieber, wenn der Rubel rollt, logisch. Aber das zieht dann natürlich wieder andere Dinge nach sich.. Gewerbeanmeldung, Finanzamt, Nebentätigkeit etc. Aber, ich verdiene auch nicht mein Geld damit, daher kann ich den Ursprungsaspekt natürlich vollkommen nachvollziehen.

Ann | 31. Dezember 2009 | Direktlink

Hallo an Alle,
das Portalupdate ist wirklich sehr schön geworden. Für die riesige Fülle an unterschiedlichen Informationen ist es noch sehr übersichtlich geblieben, wie ich finde.
Die obere Leiste mit dem angesprochenen RSS-Feed ist mir zwar erst beim zweiten Blick aufgefallen, aber bei den Informationen wohl auch kaum anders lösbar.
Zu der angesprochenen Sache bez. Hobby Fotograf kann ich sagen, dass es sicherlich auch für viele ebenberufliche Selbstständige Fotografen schwer sein wird, direkt einen Premium-Eintrag zu finanzieren, obwohl der Betrag – bez. Backlinkqualität und vor allem Sichtbarkeit – absolut gerechtfetigt ist.

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