Nachrichten: Sex, Fifa Lizenzen und 'weapons of mass destruction'

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Ein paar lustige Meldungen des Tages …

Vorbild: Harald Schmidt über Sex im Alter

“Sex im Alter kann fantastisch sein. Das ist der Grund warum ich noch warte.” sagte Harald Schmidt gerade eben in seiner Show am 27.4.2006.

Fußball WM 2006: Fifa … und die Lizenz-Lächerlichkeit

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Die Bezeichnung “Fußball WM 2006” darf jeder benutzen. Es ist genauso wenig eine Marke wie Ostern oder Weihnachten argumentierte der Anwalt der Kläger erfolgreich. Der Begriff “WM 2006” soll vom Bundespatentgericht noch einmal genau überprüft werden.

Der Haken bei der Sache ist, dass die Fifa die ganze Fußball-WM 2006 Lizenz-Lächerlichkeit auch noch vor den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zerren kann, weil die Fifa die lange Markenliste für die Fußball-WM 2006 auch beim europäischen Harmonisierungsamt im spanischen Alicante eintragen hat lassen. Die Fifa genießt also auch Markenschutz auf europäischer Ebene und kann noch ein wenig weiter prozessieren.

Wieso ist eigentlich noch niemand über den Fifa Markenschutz für “Germany 2006” gestolpert? Dieses herausragende ‘geistige Eigentum’ der Fifa fand ich soeben auf Seite 6 der Fifa WM Marken Verwendungsrichtlinien für die Fußball-WM 2006 .

  • Zum Thema Lächerlichkeit passt auch ganz gut das Fußball-WM Logo 2006, das ich mittlerweile nicht mehr sehen kann.
  • Die ‘offiziellen’ Regeln der Fifa finden sich hier: Fifa Richtlinien für Marketing und Medien Achtung! Lauter PDFs ohne Größenangaben.
  • Dann gibt es natürlich auch noch die offizielle fifaworldcup.com Webseite, die schwuppdiwupp zu yahoo.com weiterleitet … das war mir auch noch nicht bewusst, dass Yahoo die Seite betreibt.
  • Weitere Infos zur BGH Entscheidung gibt’s in einem Artikel bei Spiegel Online: Mit ‘Fußball WM 2006’ darf jeder werben
  • Nett sind auch die vielen Sachen, die bei der Google Suche nach Fifa Fußball WM Kondom fußball wm +kondom gefunden werden … Sankt-Georg.Info taucht da witzigerweise unerwartet auf Platz 20 auf. Ich suchte eigentlich nach dem “FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™” Kondom … allerdings ohne Erfolg. Update: Nahe dran ist der shopblogger.

Ein Überblick über die offiziellen Fifa Partner und die nationalen Förderer. Ein Zitat von der entsprechenden fifaworldcup.yahoo.com Seite:

“Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ ist für die Partner aus der Wirtschaft ausgesprochen attraktiv.

Bereits im März 2003 waren alle zu vergebenden Sponsoringpakete verteilt. Wie in Korea/Japan dürfen sich insgesamt 15 Unternehmen als Offizielle Partner der FIFA WM 2006™ bezeichnen, sechs können den Rang eines Nationalen Förderers einnehmen.

Die 15 Offiziellen Partner der FIFA WM 2006 sind: adidas, Anheuser-Busch, Avaya, Coca-Cola, Continental, Deutsche Telekom, Emirates, Fujifilm, Gillette, Hyundai, MasterCard, McDonalds, Philips, Toshiba und Yahoo!.

Als Nationale Förderer stehen fest: die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), OBI, die Hamburg-Mannheimer Versicherung, die Postbank, ODDSET und die Deutsche Bahn AG.

Amerika: Man fühlt sich gleich viel sicherer …

Reuters meldet in dieser Yahoo Nachricht, dass ein 39-jähriger Brite seit 2000 in viele Militärcomputer der USA eingebrochen ist bis er 2002 von der britischen Polizei verhaftet wurde. “Ich wollte einfach nur UFOs jagen” (“I was just hunting UFOs”) sagte Briton Gary McKinnon, der sich selber nur als durchschnittlichen Computer Kenner bezeichnet und handelsübliche Software benutzte, um die Computer zu knacken. Das Klischee wird noch schöner bedient wenn man liest, dass er vom Teenager-Hacker Film ‘War Games’ beeinflusst wurde und dass er das Buch “The Hacker’s Handbook” als Inspiration benutzte. Jetzt kämpft der arbeitslose Computer Programmierer gegen die Auslieferung in die USA, wo ihn bis zu 70 Jahren Haft, Geldstrafen bis zu 1,75 Millionen Dollar und evtl. eine Verschickung nach Guantanamo Bay erwarten würden.

“Einfach war’s” sagt der Amateur, weil viele US Top-Sicherheits Systeme ein unsicheres Microsoft Windows Programm benutzten und überhaupt keinen Passwort-Schutz hatten.

Wenn man das mal so ein wenig auf sich wirken lässt, dann fühlt man sich doch gleich viel besser von der großen USA beschützt … immerhin ausgestattet mit der Lizenz für ‘weapons of mass destruction’.

Veröffentlicht am 28. April 2006 von Markus Merz

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