Hamburg St. Georg: Einladung zum Tag der offenen Moschee (3.10.)

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Moschee in Hamburg Sankt Georg

Moschee in der Böckmannstraße besichtigen

Wie jedes Jahr am dritten Oktober lädt die ‘Islamische Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V.’ ein, die Moschee in der Böckmannstraße im Rahmen des bundesweiten Tages der offenen Moschee zu besichtigen.

  • 2011: Moscheeführung um 12:00 und um 15:00. Weitere Details sind der Webseite centrum-moschee.de leider nicht zu entlocken. Sollten mich noch mehr Programmpunkte erreichen, werde ich diesen Artikel erweitern.

Der Besuch der Moschee in der Böckmannstraße ist aus mehreren Gründen attraktiv:

  • Der gesamte Gebäudekomplex ist weniger ein Gebetshaus, als vielmehr ein vielfältiges offenes Gemeindezentrum inkl. Supermarkt, Reisebüro, Buchhandlung und Gastronomie. Und auch das Zentrum einer vielfältigen Gemeinde, wie man an den Geschäften im Haus und in der näheren Umgebung sieht.
  • Die beiden, auf einer norddeutschen Werft gefertigten grün-weißen Minarette sind einzigartig.
  • Wenn nicht gerade Ramadan ist (2011: vorbei): In der Moschee befindet sich auch eine Gastronomie, die in eine Art Kantine und in ein Restaurant aufgeteilt ist. Wer mag, der kann dort also auch etwas essen und trinken.
  • Am nationalen Feiertag 3.10. geschlossen, aber werktags immer einen Besuch wert: Der große Supermarkt ‘Lindenbazar’ auf dem Gelände, der nicht unwesentlich zur Deckung der Kosten der Moschee beiträgt.

Warum ‘Tag der offenen Moschee’ am 3. Oktober

Am 3. Oktober werden bundesweit bis zu 1000 Moscheen ihre Pforten zum “Tag der offenen Moschee” öffnen. Es werden mehr als 100 000 Besucher erwartet. Diese in der Welt bisweilen einzigartige Aktion geht auf eine im Jahre 1997 gestartete Initiative des Zentralrats der Muslime in Deutschland zurück und entwickelte sich im Laufe der Jahre zum Selbstläufer. Hunderte Moscheen aller islamischen Verbände nehmen Jahr für Jahr daran teil.

Der bewusst gewählte Zeitpunkt am Tag der Deutschen Einheit soll das Selbstverständnis der Muslime als Teil der deutschen Einheit und ihre Verbundenheit mit der Gesamtbevölkerung zum Ausdruck bringen.

Was erwartet die Besucher?

Mit Moscheeführungen, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Büchertischen und Folklore suchen die Moscheegemeinden das Gespräch mit ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern und empfangen sie in gewohnter Gastfreundschaft bei Tee, Kaffe und Spezialiten aus aller Welt.

Die Muslime werden beim “Tag der offenen Moschee” Ihr Bestes geben, um Fragen zu beantworten und für Gespräche zur Verfügung zu stehen. Es kommt vielleicht nicht so sehr auf ein einwandfreies Beherrschen der Sprache an, als vielmehr auf den aufrichtigen Wunsch, miteinander in guter Weise umzugehen.

Wir hoffen, dass die hundert Tausenden Begegnungen, die wir am 3. Oktober erwarten, zu Brücken des Dialogs und des besseren Verständnisses werden!

Quelle: Zentralrat der Muslime in Deutschland

Kurzer Besuchsbericht vom 3.10.2007

Bei der Besichtigung um 11:15 handelte es sich um freien Zugang zum Gebetsraum der Männer im ersten Stock. Ansonsten war das Haus offen wie sonst auch und man konnte auf eigene Faust die Räumlichkeiten erkunden. In einem Nebenraum des Gebetsraumes hingen auch viele, den Islam generell erläuternde, Poster und auf einem langen Tisch konnte man in vielen Islambüchern blättern. Ab ca. 11:30 versammelte der zweite Vorsitzende des Vereins die ca. 20 zu der Zeit anwesenden Besucher im Gebetsraum der Männer und gab eine zusammenfassende Erklärung zum Verein ‘Islamische Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V.’ und zu den einzelnen Funktionen des Gebetsraumes und des Hauses ab. Danach antwortete er auf Fragen der Besucher. Antworten auf Frauenfragen z.B. zum Thema ‘Kopftuch’ überließ er einer Muslima. Ich verließ gegen 12:00 wg. hungrigem Kind die Veranstaltung und weiß deswegen nicht, was danach noch passierte.

Entgegen meiner obigen Behauptung war die Gastronomie in der Islamischen Gemeinde um 12:00 leider (noch?) geschlossen. (Anmerkung: Bezieht sich auf 2007. Da war Ramadan.)

Zum ‘Tag der offenen Moschee’ wirkte der Rest des großen Hauses zwischen 11:00 und 12:00 leider sehr leer, eher dunkel und ideenarm. Die anwesenden Muslime, Männer wie Frauen (!), waren alle offen für Fragen und sehr freundlich. Die gesamte Veranstaltung wirkte nicht ‘festlich’. Eher sehr zurückgenommen und wie kurzfristig aus dem Hut gezaubert. Die Islamische Gemeinde hat, trotz vorhandener schöner Räumlichkeiten in der Böckmannstraße, die Chance verwirkt am 3.10.2007 vor großem Publikum für den Islam zu werben. Nicht zuletzt die sehr kurzfristige Einladung hat wahrscheinlich nicht so viele Besucher angelockt, wie es vielleicht ansonsten möglich gewesen wäre.

Weitere Besuchsberichte vom ‘Tag der offenen Moschee’ …

… über die ich im Internet gestolpert bin:

Centrum Moschee – Straßenkarte – Böckmannstraße 40

Das kleine gelbe Haussymbol ist die Moschee in der Böckmannstraße 40 (20099 Hamburg): Straßenkarte

Generelle Regeln beim Besuch einer Moschee

Auf der Webseite moscheesuche.de gibt es eine Seite, die allgemeine Regeln beim Moscheebesuch auflistet. Vollzitat der Seite:

Richtlinien beim Moscheebesuch

Zuerst seien Sie als Gast in der Moschee herzlich willkommen. Vielleicht fragen Sie sich: “Das wird mein erster Besuch in einer Moschee sein, was soll ich bei einem solchen Besuch wohl beachten?” Um Ihre Fragen zu beantworten, haben wir einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Was ist eine Moschee?
Die Moschee ist Gotteshaus und Gebetsstätte für Muslime. Sie ist auch Begegnungsstätte der Gemeinde, in der auch Unterricht und Gespräche stattfinden, sowie gesellschaftliche Anlässe gemeinsam gefeiert werden. Zu den wichtigsten Gottesdiensten, die in der Moschee abgehalten werden, zählen die täglichen fünf Gebete, das Freitagsgebet und die Festgebete.

Wie soll ich mich auf einen Moscheebesuch vorbereiten?
In manchen Moscheen werden Kopfbedeckungen für Frauen zur Verfügung gestellt. Es wäre schön, wenn Sie Ihre eigene Kopfbedeckung mitbringen würden und bereits “lang” angezogen wären, d.h. langärmeliges Oberteil und kein Minirock. Natürlich wird auch von Männern erwartet, dass sie nicht in “Strandkleidung” zur Moschee kommen. Es ist auch nicht üblich, dass Männer und Frauen sich die Hand schütteln.

Ich stehe bereits am Eingang der Moschee. Wie geht es weiter?
Willkommen, kommen Sie rein! Was am Eingang zu beachten ist, bitte ziehen Sie Ihre Schuhe aus. In den meisten Moscheen steht gleich am Eingang ein Schuhregal, wohin Sie ruhig Ihre Schuhe stellen dürfen. Der Grund dafür ist schlicht und einfach: Die meisten Moscheen sind mit Teppichen bedeckt und wie Sie bei ihrem Besuch wohl bemerken werden, beten Muslime direkt auf dem Boden. Deswegen achtet man auf die Reinheit und Sauberkeit der Teppiche.

Was ist nun in der Moschee zu beachten?
Wie oben erwähnt, ist die Moschee hauptsächlich eine Gebetsstätte für Muslime. Deswegen sollte man betende oder Koran lesende Leute nicht stören, indem man z.B. zu laut redet oder während des Gebets vor ihnen läuft.

Natürlich sind alle Ihre Fragen herzlich willkommen.

Quelle: Richtlinien beim Moscheebesuch

Einladung der Islamischen Gemeinde

Moschee in Hamburg Sankt Georg

Die Einladung ist von 2007, aber sicherlich allgemein gültig.

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit nunmehr zehn Jahren findet bundesweit am 3.Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, auch der Tag der offenen Moschee statt. Auch wir beteiligen uns mit unserer Gemeinde daran.

„Das Gespräch miteinander suchen, Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede akzeptieren und die Gelegenheit ergreifen, sich selbst ein Bild zu machen“, unter diesem Motto steht der Tag der offenen Moscheen.

Es leben mittlerweile ca. 3 Mio. Muslime unterschiedlichster Herkunft in Deutschland. Sie haben sich in der deutschen Gesellschaft einen bedeutenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Platz errungen. Der Kontakt und der Austausch mit der deutschen Mehrheitsbevölkerung ist ein wichtiger Bestandteil eines friedlichen Miteinanders.

Deshalb laden wir auch Sie ganz herzlich ein, in die Welt des muslimischen Nachbarn einzutreten und mit den Vertretern unserer Moschee ins Gespräch zu kommen. Bringen sie ruhig Freunde und Bekannte mit.

Mit freundlichen Grüßen

Ramazan UÇAR
Vorsitzender

Islamische Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V.
Böckmannstraße 40, 20099 Hamburg
Telefon 040 / 24 16 07

Links und Lesezeichen

Allgemein

Hamburg

Veröffentlicht am 29. September 2011 von Markus Merz
Mark vom Sommer in Hamburg Magazin | 12. Oktober 2009 | Direktlink

Das Minerett in St. Georg erinnert an die WM 2006!
Na, und Deine Google-Karte ist echt gelungen!

A: Danke :)

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