Hamburg, Tourismus: Wasserstoff betriebene Alsterdampfer ab 2008

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Schicker Titel: “Weltpremiere: Wasserstoff betriebene Alsterdampfer”

Weltpremiere? Ist ja vielleicht auch nicht so schwer bei dem kleinen See, den die Binnen- bzw. Außenalster nun mal darstellen. Kern der Sache ist , dass Hamburg ab 2008 einen Wasserstoff getriebenen Alsterdampfer bekommen soll. Das Projekt „ZEMSHIPS“ (Zero Emissions Ships) beinhaltet die Entwicklung des weltweit ersten großen Personenschiffes, das mit Wasserstoff und Brennstoffzellen betrieben wird.

Im Februar 2007 wurde die Pressemitteilung weltweit verbreitet. Wenn man die Pressemitteilung liest, dann könnte man glatt den Eindruck bekommen ganz Hamburg wäre voll mit Wasserstoffbussen und weil kein Platz mehr ist, geht die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) aufs Wasser.

Das gesamte Pilotprojekt soll ca. 5,2 Millionen Euro kosten und man rechnet mit einer Förderung durch die EU in Höhe von 2,4 Millionen Euro.

Information, Fahrplan: Alstertouristik bzw. Alsterdampfer

Anmerkung: Wer direkt das Thema Alstertouristik bzw. Alsterdampfer sucht, der wird bei Wikipedia über Alsterdampfer fündig oder bei der Betreiberin der Alsterdampfer, der ATG Alster Touristik GmbH. Und hier ist deren Alsterdampfer Fahrplan-Übersicht für 2007.

Anmerkung zu Hamburg.de

Wie immer bei Nachrichten über Hamburg von hamburg.de nervt es, dass man die Nachrichten zu einem Stichwort oder Thema nicht per RSS verfolgen kann.

Kiellegung des ersten Brennstoffzellen-Fahrgastschiffes

Pressemitteilung der Stadt Hamburg am 4.12.2007.

Gebaut wird der Alsterdampfer auf der Werft SSB in Oorkaten in Hamburg. Betrieben wird das Schiff ab Sommer 2008 von der ATG Alster Touristik GmbH, die im Rahmen des Projektes auch für den Entwurf des Schiffskörpers verantwortlich ist. Der Geschäftsführer der ATG, Jens Wrage, ist überzeugt, dass Hamburger und Touristen gleichermaßen begeistert sein werden: „Es wird ein besonderes Erlebnis, auf einem modernen Schiff vollkommen emissionsfrei auf unserer Alster, durch die Kanäle und Fleete zu fahren. Und die ATG hat wieder einen richtigen Alsterdampfer, dessen Dampf nun allerdings nur reiner Wasserdampf sein wird.“

Der Germanische Lloyd ist für die Sicherheits- und Qualitätskontrolle zuständig. Dr. Gerd Würsig, Brennstoffzellenexperte beim Germanischen Lloyd: „Die Brennstoffzellentechnologie ist auch bei einem Einsatz an Bord eines Fahrgastsschiffes unproblematisch. Das Schiff wird nach GL-Vorschriften gebaut. Der Fahrgast wird kaum einen Unterschied zu einem herkömmlichen Schiff feststellen können – nur wird er überrascht sein, wie leise es sein wird.“

Das Herzstück des Zemship, den innovativen Brennstoffzellen-Hybrid-Antrieb, verantwortet die Proton Motor Fuel Cell GmbH. Der Projektleiter Anno Mertens freut sich auf das Projekt: „Wir bauen hier ein Schiff, das nicht nur völlig emissionsfrei, sondern auch noch fast doppelt so effizient wie herkömmliche Dieselschiffe läuft. Für uns ist dieses Projekt eine phantastische Chance, als Vorreiter einen neuen, aussichtsreichen Markt zu erschließen – und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.“

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG
(HOCHBAHN), auf deren Gelände die von der Linde AG errichtete Wasserstofftankstelle stehen wird und die auf mehrjährige Erfahrung mit den Brennstoffzellenbussen zurückblicken kann, sieht in der Brennstoffzellentechnologie enorme Chancen: „Unsere Erfahrungen haben die Alltagstauglichkeit der Brennstoffzellen im Bereich Stadtbusse bewiesen. Diesen Beweis will die HOCHBAHN mit ihrem Tochterunternehmen ATG nun genauso überzeugend für Zemships erbringen. Nur so werden die Grundlagen für eine ausreichende Nachfrageentwicklung geschaffen, die für eine wirtschaftliche Anwendung solcher neuen Technologien unverzichtbar ist.“

Quelle: Kiellegung des ersten Brennstoffzellen-Fahrgastschiffes

Hamburg bekommt Alsterdampfer mit Wasserstoff-Antrieb

Pressemitteilung der Stadt Hamburg am 24.2.2007.

Steigende Spritpreise, drohender Klimawandel: Hamburg setzt bei Antriebstechnik auf komplett neue Wege, auf Wasserstoff und Brennstoffzellen, völlig emissionsfrei. In ganz Hamburg sind bereits Wasserstoffbusse unterwegs, jetzt geht die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) aufs Wasser. Zusammen mit der Alstertouristik, der Hamburger Hochbahn, HySolutions, Linde AG, Proton Motor, Germanischer Lloyd, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie tschechischen Partnern und Wissenschaftlern aus Hamburgs Partnerstadt Prag startet die BSU das Projekt „ZEMSHIPS“ (Zero Emissions Ships), die Entwicklung des weltweit ersten großen Personenschiffes, das mit Wasserstoff und Brennstoffzellen betrieben wird. Den Auspuff verlässt wie beim Teekochen nur noch völlig harmloser Wasserdampf. (…)

Der „ZEMSHIPS-Alsterdampfer“ der Zukunft hat eine Kapazität für ca. 100 Personen und soll im normalen Betrieb der Alstertouristik eingesetzt werden. Als Brennstoff dient reiner Wasserstoff, der in Druckgasspeichern an Bord gelagert wird. (…)

Quelle: Pressemitteilung Hamburg bekommt Alsterdampfer mit Wasserstoff-Antrieb

Englischer Bericht bei fuelcellsworks.com

Suche: Amazon zu WasserstoffWasserstoff, Ebay zu WasserstoffWasserstoff

The world’s first fuel-cell technology ship that is powered by hydrogen will enter service in the summer of 2008, writes Mike Hood.

The 100 passenger ferry will operate on Lake Alster in the centre of Hamburg and will be a prototype for hydrogen-powered deepsea ships.

The ‘green’ ferry is spearheading the €5.2m ($6.7m) Zemship project, which began at the end of last year, partly funded with € 2.4m from the EU’s LIFE programme.

Nine German and Czech partners are involved in the project, led by Hamburg’s State Ministry for Urban Development and the Environment. (…)

The fuel-cell ferry will be a prototype to develop other ‘green’ ships, particularly deepsea vessels. The Czech partners are developing a computer model of the propulsion system and making data and results available to other interested parties.

A major challenge for designers in developing a fuel-cell deepsea vessel is the storage of fuel-cell capacity.

Such ships have to be close to the hydrogen supply so that they can easily be re-fuelled. While this is not a problem in ferry operations, it is a major obstacle for deepsea ships.

Quelle: Hamburg ferry first to use hydrogen power

Der mit Wasserstoff betriebene Alsterdampfer ist also eine Machbarkeitsstudie, deren Ziel es ist, die Möglichkeiten der Wasserstoff-Technologie für große Schiffe zu erforschen. Auf der Alster wird das Nachtanken des voluminösen Wasserstoff an einer noch zu bauenden Tankstelle erfolgen. Bei Schiffen, die Wochen oder gar Monate auf See sind, stellt das Bunkern von genügend Wasserstoff bzw. das Nachtanken noch ein großes Problem dar.

Links und Lesezeichen zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle

Veröffentlicht am 9. März 2007 von Markus Merz

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