Bunker, Führung: Bunkerbesichtigung am Hauptbahnhof

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Führungen durch den Bunker am Steintorwall

An sechs Tagen im Januar, Februar und März 2007 gibt es jeweils zwei Besichtigungstermine für den 1941/1942 gebauten Bunker am Hamburger Hauptbahnhof. Noch heute ist diese Anlage als Schutzraum für den Katastrophenfall vorgesehen und der derzeit größte, nach dem zweiten Weltkrieg wiederinstandgesetzte Tiefbunker in Hamburg.

Führung Tiefbunker Steintorwall

Auf dieser Tour führt Sie der Verein Hamburger Unterwelten e. V. durch die Geschichte des Tiefbunkers am Steintorwall, direkt neben dem Hamburger Hauptbahnhof. Diese dreistöckige, unterirdische Anlage wurde in den Jahren 1941/1942 als Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung und durchreisende Bahngäste erbaut und sollte hinter seinen bis zu 3,75 m starken Betonwänden rund 2.700 Menschen Schutz vor Luftangriffen bieten. Nur wenige Bunker Hamburgs konnten so viele Menschen auf einmal aufnehmen. Während des Kalten Krieges wurde die Anlage wiederhergestellt und sollte im Ernstfall als Zivilschutzbunker dienen.

Geführte Besichtigung, Dauer ca. 90 Minuten. Eintritt: 7,- Euro/Person. Treffpunkt (s.u. d. Red.): Niedergang zum Tiefbunker direkt am Hauptbahnhof, Seite Steintorwall (nahe Nr. 20).

Die nächsten Termine sind am 13./27. Januar, 10./24. Februar und 10./24. März 2007, jeweils um 14.00 Uhr und 16.30 Uhr. Voranmeldung über Telefon 0 51 94/39 95 53 unbedingt erforderlich!

Entdeckt auf hamburg-magazin.de.

Auf der Webseite von hamburgerunterwelten.de werden bereits ausverkaufte Führungen bei den aktuellen Terminen (z.B. 10.2.2007, 14:00) bekannt gegeben. Dort gibt es ebenfalls wichtige Hinweise was bei den Führungen zu beachten ist.

Details zum Treffpunkt

Treffpunkt ist der Niedergang zum Bunker Steintorwall an der Südwestseite des Hauptbahnhofs. Verlassen Sie den Hauptbahnhof durch den Eingang Steintorwall (Wandelhalle Westausgang, Richtung Spitalerstrasse) und wenden Sie sich gleich nach dem Ausgang nach links. Den Eingang zum Bunker finden Sie nach etwa 80 Metern auf der linken Seite (an der Bahnhofsmission und den Telefonzellen vorbei). Die Tageskasse öffnet erst 15 Minuten vor dem Beginn der jeweiligen Führung. Bei schlechtem Wetter haben wir die Tür bereits aufgeschlossen und sie können dann gleich in den Warteraum gehen.

Quelle: hamburgerunterwelten.de

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Der Verein “unter hamburg”

Es gibt einen weiteren Verein, der sich mit Hamburgs Untergrund beschäftigt.

Bunker, Keller, Gruften – Unterirdische Bauwerke in Hamburg und ihre Geschichte

Ob als Betonklötze, Röhrenbunker in Innenhöfen oder unaufällige Treppen: 700 Bunker prägen heute das Hamburger Stadtbild. Sie sind steinerne Zeugen der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus oder des späteren Wettrüstens.

Doch auch Jahrhunderte alte Eiskeller, nicht mehr genutzte Tunnel oder historische Gruften sind – vielfach unbekannt – im sandigen Untergrund der Hansestadt zu finden.

Der im Januar 2006 gegründete Verein “unter hamburg” dokumentiert die Geschichte unterirdischer Bauten in Hamburg und bietet im Rahmen der politischen Bildung Seminare und Führungen durch Bauwerke an.

Update: Tolle Fotos vom Hauptbahnhof Bunker

Das Hamburger Fotoblog hat am 30. September 2007 eine umfangreiche Bildstrecke zum Bunker unter dem Hamburger Hauptbahnhof veröffentlicht.

Was mir nach diesem Shooting wieder bewusst wurde ist, dass ich im Kriegsfall keinesfalls einen solchen Bunker aufsuchen werde. Wozu auch? Um nach 14 Tagen (dafür ist dieser Bunker ausgelegt) und zwei Rollen Klopapier (Zuteilungsmenge in dieser Zeit) an eine unbewohnbare und lebensfeindliche Oberfläche zurückzukehren? Nee danke, dann lieber zugucken, wie die Bomben fallen, ein paar nette Fotos machen (vielleicht überlebt ja meine Kamera) und ansonsten möglichst kurz (oder besser: gar nicht) leiden.

Die gezeigten Räume waren für 1.300 Menschen ausgelegt, die im 3-Schichtsystem schlafen und sitzen sollten. Sitzen? Na klar, was denken Sie? Das da unten ist kein Spielplatz. Die 3 Stockwerke sind zum Teil furchtbar eng und ich möchte mir lieber nicht vorstellen, wie es den Menschen dort nach 14 Tagen gehen würde …

Quelle: Hamburger Unterwelten

Auf seiner privaten Webseite beschreibt Fotograf Jörn auch die Schwierigkeiten beim Fotografieren im Bunker:

Wegen der schwierigen Lichtverhältnisse habe ich alle Fotos in HDR-Technik aufgenommen, aber dennoch hatte ich hinterher immer noch sehr viel Arbeit.

Quelle: Hamburger Unterwelten, oder: Mehr Licht bitte!

Fotos mit HDR-Technik

Die erwähnte HDR-Technik wird in der Wikipedia erklärt: High Dynamic Range.

Der große Dynamikumfang von HDR wird ermöglicht, indem mehrere Aufnahmen mit verschiedener Belichtung gemacht und danach zusammengesetzt werden, wobei für jeden unterschiedlichen Helligkeitsbereich des Bildes die optimal belichtete Version verwendet wird, sodass Über- und Unterbelichtung stark reduziert werden.

Was damit so alles anstellen kann zeigt sehr eindrucksvoll die Suche nach dem Stichwort HDR bei Flickr.

Links und Lesezeichen

Veröffentlicht am 7. Januar 2007 von Markus Merz

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