Behinderung, Sprache: Hilflosigkeit oder Ignoranz?

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Die alltägliche Diskriminierung Behinderter

Behindertenparkplätze sind ja bereits eine Sache, die gerne einmal ignoriert wird wenn gerade keiner da ist. Und dann gibt es noch den Umgang mit Behinderten wenn diese eine Abweichung vom Normalen darstellen. Irgendwie muss dieses Problem doch möglichst ‘sachlich’ zu lösen sein.

Ein Artikel auf “Behindertenparkplatz”

Hamburg.org wies heute auf einen kleinen aber feinen Blogeintrag auf Behindertenparkplatz hin:

Heute am (Flughafen-) Gate in Hamburg.

Angestellte hinter dem Tresen zu den Assistenzleuten: “Der Rollstuhl kann als erstes einsteigen.”
Gedacht habe ich: “Und die Uniform bleibt in Hamburg.”
Gesagt habe ich mit einem freundlichen Lächeln: “Mein Rollstuhl wird verladen. Aber ich steige gerne als Erste ein.”

Aber das toppt noch nicht den Mitarbeiter der Bahn, der mal zu seinem Kollegen mit Hinweis auf mich sagte: “Das hier muss auch noch mit.” Vorher wurden die Pakete für den IC-Kurierdienst verladen …

Quelle: “Der Rollstuhl” und “die Uniform” von Christiane Link.

Was tun?

Zum unauffälligen Aushängen an schwarzen Brettern empfohlen! Speziell in Betrieben mit ‘Kundenverkehr’.

Vielleicht mit so kleinen rhetorischen Hinweisen:

  • Unpersönlich: “Die Rollstuhlfahrerin ...”
  • Besser, aber immer noch unpersönlich: “Die Dame und ihr Rollstuhl …”
  • Warum nicht mutig die direkte persönliche Ansprache wählen? “Wir bringen Sie und den Rollstuhl …”

Kleiner Hinweis an die Unternehmen

Suche: Amazon zu BehindertBehindert, Ebay zu BehindertBehindert

Ein Link zu diesem Artikel wird an den Flughafen Hamburg und die Deutsche Bahn geschickt. Rein sachlich gemeint, natürlich.

Sehr geehrte …, den im Artikel geschilderten Vorfall möchte ich Ihnen einfach formlos zur Kenntnis bringen. Eine Kommentierung an den genannten Stellen steht Ihnen selbstverständlich frei zur Verfügung. (...)

An: Geschäftsführung, Personalleitung, Presseabteilung
Re: Diskriminierung am Gate/Gleis
Mehr Info: (Link)

Mit der Bitte um interne Bekanntmachung und Weiterleitung an die entsprechenden Stellen. (...)

So ein Briefchen kann man bestimmt immer mal wieder ohne viel Aufwand einsetzen.

Veröffentlicht am 28. November 2006 von Markus Merz

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