Bücherhallen Hamburg - Die Zentralbibliothek am Hühnerposten

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Sie lesen? Gut! Ich auch. Nachdem ich nun über zwanzig Jahre hier im Stadtteil wohne und das lokale Angebot konsumiere, hat es mich erst heute zu einer Anmeldung bei den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen (HÖB) in der Zentralbücherei am Hühnerposten getrieben. Das nicht bereits vorher getan zu haben, ist eine beschämenswerte und geradezu peinliche Vernachlässigung einer wertvollen lokalen Ressource in St.Georg. Vielleicht motiviert dieser Artikel Sie ja dazu mal-eben-schnell dieses Versäumnis aus der Welt zu schaffen!?

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Selbstverständlich finde ich es viel besser zu einem klassischen und kompetenten Buchladen wie Dr. R. Wohler’s zu gehen, um dort die frischste Ware zu erstehen (Alternative: Online Bestellung). Andererseits ist es natürlich auch ganz toll völlig hemmungslos alles Mögliche in der Zentralbücherei auszuleihen und test-zu-lesen, um erst dann die sorgfältig abgewogene Kaufentscheidung zu fällen. Ganz abgesehen von solchen Sachen wie z.B. Kinderbüchern, die naturbedingt eine recht kurze Halbwertszeit haben und deswegen bei einem Bezug aus der Bücherei das persönliche Budget mächtig schonen (Tip: Die Kinderbibliothek Hamburg am Grindel ist gezielt für Kinder bis 12 Jahre ausgelegt).

Früher war die Zentralbibliothek der HÖB hinterm Jungfernstieg und das ist ja auch sooo weit weg und damit doof! Jetzt belegt die Zentralbibliothek im ehemaligen Post-Gebäude am Hühnerposten zwei Etagen und ist damit für den Stadtteil Sankt Georg absolut fußläufig gelegen.

Huehnerposten in Hamburg Sankt GeorgKostenlos nationale und internationale Zeitungen, Zeitschriften und Magazine lesen (und den ganzen lesbaren Rest auch …)? Klar! Laut Infoheft der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen (HÖB) ‘Bei uns werden Sie viel mitnehmen’ hält man in der Bücherei 3.000 nationale und internationale Abonnements vor (vor allem in der Zentralbibliothek). Der des Lesens mächtige Inländer oder Ausländer (Migrant, Tourist, Hamburg Besucher?) latscht also gemütlich während der Öffnungszeiten (Wermutstropfen: Montag 14 – 19 Uhr, Dienstag bis Freitag 11 – 19 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr) in die Zentralbibliothek hinein, bemächtigt sich des lesbaren Mediums seiner Wahl und versinkt bis zum Schlussgong in den weichen Lederpolstern der bereitgestellten Sessel im Rauchsalon der Zentralbücherei (kleiner Scherz! In Wirklichkeit sind es harte Holzstühle, die überall herumstehen, und Rauchen und Handy-Benutzung sind in der Bücherei selbstverständlich verboten).

Ebenfalls kostenlos und sehr interessant ist die Möglichkeit der Internet – bzw. Katalog-Recherche innerhalb des gesamten HÖB Medien-Bestandes. Auf diese Weise kann Jedermann/-frau Bücher vorher recherchieren und, falls ausgeliehen, als angemeldeter HÖB Benutzer vormerken lassen.

Apropos ‘angemeldeter HÖB Benutzer’ … die Anmeldung erfolgt für hergebrachte Hamburger Behördenverhältnisse recht flott rechts unten im Erdgeschoss der Zentralbücherei und erfordert einen Personalausweis oder eine Reisepass mit Meldebestätigung. Kinder unter 14 Jahren benötigen zusätzlich zum Nachweis der Adresse einen Erlaubnisschein. Dann benötigt der zukünftige Bücherwurm nur noch das Geld für die Gebühren (oder eine EC Karte mit PIN) und kann nach Erhalt der Kundenkarte sofort mit dem kostenlosen Ausleihen von 1,7 Millionen Medien (Bücher, CDs, DVDs Noten, Videos, Zeitungen, Zeitschriften) aus dem Bestand der Bücherei loslegen. Bücher vom Bestseller-Tisch der Zentralbücherei kosten extra und zwar 2,50 € für zwei Wochen (ohne Verlängern!). Wie gesagt, in den Bücherhallen kostet nur-Lesen nichts, also vielleicht einfach mal hingehen und unverbindlich herum stöbern!

Das oben erwähnte kleine Infoheft ‘Bei uns werden Sie viel mitnehmen’ sollte man sich auf jeden Fall im Vorbeigehen mal mitnehmen! Es enthält viele gut aufbereitete Fakten über die ‘Bücherhallen Hamburg’ und macht tüchtig Appetit auf mehr Lesen.

Interessanter Hintergrund zum Standort

Interessant ist der Hintergrundbericht im Hamburger Abendblatt von 22.12.2006: Der teure Plan B am Hühnerposten, in dem es um die standortpolitischen Fragen für die Zukunft der Stadtbibliothek am Hühnerposten geht. Nach der Absage des Neubaus am Domplatz muss sich die Zentralbibliothek mit ihrer vor Jahren erzwungenen und beengten Lage am Hühnerposten neu arrangieren.

(…) Doch ganz so einfach ist es mit dem Plan B nicht. Denn der Verbleib am Hühnerposten wird wohl deutlich teurer, da unter weniger günstigen Bedingungen als 2003 mit dem Vermieter am Hühnerposten, der Omikron GmbH, über eine Verlängerung des Mietvertrages verhandelt werden muss. (…)

Fotos: Markus Merz 2006

Veröffentlicht am 28. März 2006 von Markus Merz

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