Polizei, Hansaplatz: Zeugenaufruf nach versuchtem Tötungsdelikt (Update)

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Mann wurde zusammengeschlagen und fast tödlich verletzt

Ein trauriger Anlass veanlasst mich die Startseite von heraus zu kramen. Als Jochen Bölsche damals den virtuellen Hansaplatz kreierte, geschah das mit guten Begründungen, die im Editorial genannt werden u.a.:

Weil der Hansaplatz noch immer das Herz von St. Georg ist – auch wenn das Herz sehr, sehr krank ist.

Leider zeigt die Polizeimeldung von Sonntag, den 15.10.2006, dass im Herzen von St. Georg immer noch kranke Sachen passieren. Dass ein 63-jähriger Mann mitten in St. Georg auf offener Straße fast tot getreten werden kann, ist erschreckend und darf nicht mehr passieren.

Leider hat sich an den Gründen noch nicht maßgeblich viel verändert.

Update 21.3.2008: St. Georg, Hansaplatz: Schlichtung endet tödlich für Wirt

Archiv – Editorial von Hansaplatz.de

Zitat von:

  • Ein Platz, auf dem man sich gerne trifft…
  • Ein Platz, auf dem man Neues erfährt…
  • Ein Platz, auf dem man plauscht…
  • Ein Platz, auf dem man sich verabredet…

All das ist der Hansaplatz
heute – leider – nicht.

Doch unser virtueller Hansaplatz
könnte es werden.

Hansaplatz.de – Die Gründe für den Namen

Zitat von:

Warum heisst ein Web-Magazin über St. Georg ausgerechnet „hansaplatz.de“? Und nicht „aussenalster.de“ oder „lange-reihe.de“?

Es gibt mindestens drei gute Gründe.

  1. Weil der Hansaplatz noch immer das Herz von St. Georg ist – auch wenn das Herz sehr, sehr krank ist.
  2. Weil das kleine St. Georg viel grösser ist als das schicke Karree zwischen Alster und Langer Reihe, auf das sich alle Blicke richten. Weil auch der Steindamm, die Adenauerallee und die Böckmannstraße zum Stadtteil gehören.
  3. … weil wir die Hoffnung nicht aufgeben dürfen, dass der Hansaplatz eines nicht allzu fernen Tages wieder so liebenswert sein wird wie in seiner Blütezeit, um die Jahrhundertwende – ohne Verbrechen, ohne Drogen, ohne Elend.

Hansaplatz – Verbrechen am 14.10.2006

Die Polizei sucht für das folgende Verbrechen Zeugen:

Hamburg (ots) – Tatzeit: 14.10.2006, 05.50 Uhr
Tatort: Hamburg-St. Georg, Brennerstraße vor einem Lokal

Ein 63-jähriger Mann ist auf dem Gehweg vor dem Lokal „Bierquelle“
von einem noch unbekannten Täter zusammengeschlagen und
lebensgefährlich verletzt worden. Die Mordkommission hat die
Ermittlungen übernommen.

Der unbekannte Täter kam aus dem Lokal und traf auf den
63-Jährigen, der sich vor dem Lokal aufhielt. Ohne Vorwarnung trat
der Unbekannte dem Opfer in den Rücken, so dass es zu Boden fiel. Der
Täter trat mehrfach gegen den Kopf des am Boden liegenden und
forderte Geld. Als der 63-Jährige sich nicht mehr regte lief der
Täter zunächst wieder in das Lokal. Als Gäste versuchten ihn
festzuhalten, flüchtete er.

Nach Einlieferung ins Krankenhaus stellten die Ärzte bei dem Opfer
diverse Schädelfrakturen und Einblutungen ins Gehirn fest. Der
63-Jährige wird den Angriff wahrscheinlich nicht überleben.

Der Täter ist etwa 25 bis 30 Jahre alt, etwa 185 cm groß,
korpulent und vermutlich Südländer. Er war mit einer dunklen Hose und
einer beigen Jacke bekleidet. Die Mordkommission bittet insbesondere
die Gäste aus dem Lokal „Bierquelle“ sich zu melden. Hinweise unter
Tel. 4286-56789 an den Kriminaldauerdienst.

Quelle:

Das Lokal „Bierquelle“befindet sich im Hausblock an der Ecke Brennerstraße / Hansaplatz linker Hand auf dem kurzen Weg zwischen Hansaplatz und Steindamm.

Update 18.10.2006 – Täter gefasst, Opfer außer Lebensgefahr

Die Polizei konnte Dank eines polnischen Zeugen einen Mann aus Polen festnehmen.

(…) Ein Zeuge hatte sich bei Beamten des Polizeikommissariat 11, die
zu Fuß im Reviergebiet unterwegs waren, gemeldet und mitgeteilt, er
habe den Täter wiedererkannt, der am vergangenen Sonnabend einen
älteren Mann zusammengeschlagen habe. Eine polnisch sprechende
Polizeibeamtin erfragte bei dem Zeugen, der nur gebrochen Deutsch
sprach, eine genaue Täterbeschreibung, die den zur Fahndung
eingesetzten Polizeibeamten übermittelt wurde. Gegen 15.50 Uhr
meldeten Unterstützungskräfte der Landesbereitschaftspolizei, dass
sie den mutmaßlichen Täter am Hansaplatz gesehen hatten. Mit
Unterstützung weiterer Beamter konnte der Tatverdächtige in der
Baumeisterstraße vorläufig festgenommen werden.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 22-jährigen Mann
aus Polen. Gegenüber den Beamten der Mordkommission wollte er keine
Angaben zur Sache machen. Der bereits wegen Eigentums- und
Gewaltdelikten polizeibekannte Lukas M. wurde der
Untersuchungshaftanstalt zugeführt. Die Mordkommission bittet
weiterhin Zeugen, die Angaben zur Sache machen können, sich unter
Tel. 4286-56789 zu melden.

Das Opfer ist inzwischen außer Lebensgefahr, verbleibt jedoch
weiterhin im Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an. (…)

Quelle: Festnahme nach versuchtem Tötungsdelikt

Video-Überwachung? Meine Meinung dazu

Nebenbei, eine Video-Überwachung hätte die Tat mit Sicherheit nicht verhindert. Eine polizeiliche Dauerpräsenz direkt auf dem Hansaplatz hätte größere Chancen gehabt, die Tat zu verhindern oder das Verbrechen nicht ganz so schlimm enden zu lassen.

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Veröffentlicht am 19. Oktober 2006 von Markus Merz

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