Hamburg, St. Georg: AOL schrumpft weiter (Update)

Amazon: Bestseller , Preis-Hits , Suche nach America Online

Update 28.9.2007: Weitere Reorganisation von AOL in Europa

AOL plant weiteren Stellenabbau in Europa

Bei den europäischen Ablegern des Internetportals AOL wird es zu einem Stellenabbau kommen. Berichte, wonach lediglich 70 Stellen in der Deutschlandzentrale in Hamburg erhalten bleiben, bezeichnete ein Unternehmenssprecher als falsch.

“Es wird eine Reorganisation in Europa geben”, teilte der Sprecher am Donnerstag mit.“Dies wird sicherlich in den Ländern zu sehen sein.” Die größten Standorte besitzt die Tochter des US-Medienkonzerns Time Warner in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Hierzulande arbeiten derzeit 160 Mitarbeiter für das Unternehmen. Für den Standort Hamburg hätten lediglich erste Gespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat stattgefunden.

Quelle: ftd.de (28.9.2007)

Update 9.2.2007: 100 von 250 sollen in Hamburg gehen

Nicht ein Viertel (~65) aller AOL Beschäftigten in Hamburg sollen gehen, sondern deutlich mehr (~100). 40% der Hamburger Stellen bei AOL werden kurzfristig abgebaut. 100 Beschäftigte weniger am Berliner Tor.

AOL will 100 Stellen in Hamburg streichen

Das Internetunternehmen AOL plant nach dem Verkauf des Zugangsgeschäfts an Hansenet einen Stellenabbau in der Hamburger Zentrale. “Auf Grund der Neuausrichtung fallen einige Bereiche weg, andere werden komplett umstrukturiert. Kurzfristig werden in diesen Bereichen deshalb rund 100 Stellen abgebaut”, sagte der neue Deutschland-Chef Torsten Ahlers dem Hamburger Abendblatt. Mittelfristig wolle das Unternehmen mit dem “neuen Geschäftsmodell wieder wachsen”. AOL konzentriere sich künftig auf das Geschäft mit Internetportalen und vermarkte Inhalte und Werbung, hieß es. Bislang waren am Standort Hamburg rund 250 AOL-Mitarbeiter beschäftigt. (…)

Quelle: heise.de – AOL

Suche: Amazon zu America OnlineAmerica Online, Ebay zu America OnlineAmerica Online

Update 17.9.2006: Bieterschlacht ist entschieden

AOL, Internet-Zugang: Telecom Italia kauft AOL Zugangsgeschäft für 675 Millionen Euro

America Online, jetzt AOL, muss schrumpfen

Entlassung von 5.000 Mitarbeitern bei AOL weltweit. Dies sagte AOL Chef John Miller. AOL ist Teil des amerikanischen Medienkonzerns Time Warner. AOL Deutschland hat den Hauptsitz ‘Am Strohhause’ in Hamburg St. Georg in den Hochhäusern am Berliner Tor.

(…) 5000 Mitarbeiter werden die Internetfirma bis spätestens Anfang 2007 verlassen müssen. Gründe sind der dramatische Kundenschwund und der geplante Verkauf des Internet-Zugangsgeschäfts in Europa. (…)

Quelle: via stern.de

Update I:

Laut AOL Deutschland ist die Diskussion über einen Stellenabbau von 3.000 Stellen in Europa derzeit rein spekulativ, da man mitten in Verhandlungen über den Verkauf des Zugangs-Geschäfts steckt. AOL legt Wert auf die Feststellung, dass bei einem möglichen Verkauf nicht unbedingt mit Entlassungen zu rechnen sei, weil auch ein potentieller Neu-Besitzer Mitarbeiter benötige.

Update II: Der AOL Geschäftsführer und eine neue Reuters Meldung

Wie sich im ersten Update bereits andeutet (s. oben) wird bei den hässlichen Wörtern „Stellenabbau“ und „Entlassungen“ zurück gerudert.

Reuters hat eine etwas differenziertere Meldung veröffentlicht:

(…) AOL-Kreisen zufolge betonte er (AOL-Chef Jon Miller) aber, es sei derzeit nicht klar, ob die 3000 in diesem Bereich Beschäftigten tatsächlich nach dem Verkauf ihre Arbeitsplätze verlieren würden. AOL versuche, dass sie von Käufern des Geschäfts übernommen würden. “Da die Verhandlungen noch laufen, kann man im Augenblick nicht sagen, wie sich ein Verkauf auswirken wird”, sagte ein AOL-Sprecher in Hamburg. “In Deutschland kann man deshalb noch nicht von einem Stellenabbau sprechen. Alles dazu ist derzeit reine Spekulation.” AOL beschäftigt in Deutschland an den Standorten Hamburg, Duisburg und Saarbrücken insgesamt 1500 Menschen. (…)

Quelle: – Bei AOL müssen wohl 5000 Mitarbeiter gehen

Der Geschäftsführer von AOL Deutschland erklärt in seinem Web-Tagebuch zu „Meldungen über AOL mit missverständlich interpretierten Zahlen“:

(…) Heute morgen (4.8.06) sehe ich in den Medien unzählige Meldungen über AOL mit missverständlich interpretierten Zahlen. Dazu würde ich gern mal ein paar klärende Worte sagen.

AOL Chef Jon Miller hat gestern in den USA über die strategische Neuausrichtung von AOL gesprochen und im Zuge dessen etwas gesagt, was nun zum Teil wohl falsch verstanden wird: Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs des Zugansgeschäfts kündigte er an, dass etwa 3.000 Mitarbeiter von AOL in Europa innerhalb der nächsten sechs Monate möglicherweise nicht länger direkt für AOL tätig sein könnten. In den Medien wird dieser Satz nun als Stellenstreichung fehlinterpretiert. Zur Klärung: Jon Miller hat betont, dass zurzeit in Europa nach Partnern gesucht wird, die den Access-Bereich mit seinen etwa 3.000 Mitarbeitern übernehmen könnten. Diese Aussage gilt, alles Weitere ist derzeit reine Spekulation. (…)

Quelle: – Klärung

Aus Spiegel Online hat einen Beitrag im Angebot: bei AOL – Keine Klarheit für deutsche Mitarbeiter

AOL – neu am Berliner Tor in Hamburg St. Georg

AOL ist gerade von St.Pauli nach St. Georg gezogen. Kaum im Stadtteil an der Außenalster angekommen, meldet der Mutterkonzern, das Medienhaus Time Warner in New York, dass man bei AOL gut ein Viertel der weltweit 19.000 Angestellten entlassen werde. Die Niederlassungen in Europa werden besonders hart getroffen. “Grund ist vor allem der geplante Verkauf des Internet-Zugangsgeschäfts in Europa, dessen Mitarbeiter daher besonders betroffen sein werden, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte.” (Zitat: Reuters) Inwieweit der Hauptsitz Hamburg, und die über Deutschland verteilten Call-Center betroffen sein werden ist noch nicht bekannt. Laut Reuters beschäftigt AOL aktuell 1.500 Menschen in Deutschland (NDR Info sprach von 1.900) an den Standorten Hamburg, Duisburg und Saarbrücken.

Eigentlich klangen die AOL Unternehmensmeldungen der letzten Jahre immer recht gut (Links s.u.). U.a. hatte Google fünf Prozent Anteile an AOL erworben, um sich das Geschäft als AOL-Suchmaschinenanbieter zu sichern. Es war allerdings bei AOL seit Jahren absehbar, dass der klassische Online Zugangsanbieter AOL mit dem traditionellen Internet-Zugang und der geschlossenen AOL Umgebung das Geschäftsmodell ändern muss. Die letzte Entwicklung AOL-Dienste wie Email jetzt auch – wie viele Mitbewerber im Online-Markt – kostenlos anzubieten und stattdessen verstärkt auf Online-Werbung zu setzen führt wohl zu der dramatischen Umstrukturierung von AOL weltweit.

Wikipedia – Ein Teil des Eintrags über AOL

AOL – Namensgeschichte

AOL wurde als Quantum Link, einem grafischen Onlinedienst für US-C64-Benutzer, gegründet. 1988 erfolgte die Umbenennung zu American Online. Börsenkürzel war zunächst AMER, dann bis zur Fusion mit Warner AOL. AOL war zunächst nur der Name der Internetdomain von America Online, dann auch der Name der internationalen Dienste von America Online.

Am 3. April 2006 hat sich America Online Inc. offiziell in AOL LLC. umbenannt. Die ursprüngliche Mission die der Name ausdrücken sollte, Amerika online zu bringen, habe man schließlich längst erfüllt, begründete AOL-Chef Jon Miller.

AOL – Geschäft

AOL gehört zum Verbund des weltweit größten Medienkonzerns Time Warner. Die deutsche Niederlassung wurde 1995 als Joint Venture der Bertelsmann AG und AOL Europe gegründet und hat ihren Hauptsitz in Hamburg, wo Geschäftsleitung und Redaktion angesiedelt sind.

Die überwiegende Mehrzahl der rund 1.200 Mitarbeiter arbeiten in den Call-Centern in Saarbrücken, Duisburg, Dessau, Erfurt, Görlitz sowie auch Düsseldorf und Essen. Die Standorte in Dessau, Erfurt, Görlitz, Düsseldorf und Essen werden von externen Dienstleistern betrieben. Des Weiteren wird aus „Kostengründen“ ein Callcenter in Argentinien betrieben.

Geschäftsführer der 1995 gegründeten AOL Deutschland ist Charles Fränkl.
Mit seinen Internet-Angeboten der Marken AOL, CompuServe und Netscape Internet Service erreicht AOL Deutschland über 7,42 Millionen Menschen wöchentlich (Quelle: AGOF e.V. / internet facts 2005-III , [1]). Der AOL-Dienst verzeichnet mehr als 2,6 Millionen Kunden. Mit über 30 Millionen Kunden ist AOL der weltweit größte Internet-Anbieter.
Weitere bekannte Produkte, die zu AOL gehören sind z. B. AOLPHONE (Voice-over-IP), Winamp, AIM und ICQ, das 1998 käuflich erworben wurde.

Der Onlinedienst AOL Deutschland erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit rund zwölf Millionen Euro erstmals operativen Gewinn. 2005 hatte AOL seinen operativen Gewinn im Vergleich zu 2004 verdoppelt. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielte der Konzern ein Ergebnis von rund 80 Millionen Euro (38. Mio. 2004).

Ende 2005 stieg Google für eine Milliarde Dollar (833 Millionen Euro) bei AOL ein.

AOL – Lesezeichen und Links

  • Google Nachrichten-Übersicht zum Thema:
  • Wikipedia (deutsch):
  • Wikipedia (englisch):
  • Die Welt 4. August 2006: – Aufbruch und Endzeit in Deutschland
  • Die Welt 11. Januar 2006: verdoppelt Gewinn
  • Heise News 29.11.2005: feiert zehnjähriges Bestehen
  • Die Welt 25. Aug 2003: verringert Verluste
  • Der Ursprung (inoffizielle Seite): Remember
Veröffentlicht am 9. Februar 2007 von Markus Merz

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu:

Sie können textile in Ihrem Kommentar verwenden.
Hinweise: 1. Die Kommentare werden vor Freigabe geprüft und das Einstellen urheberrechtlich geschützter Werke ist verboten. 2. Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden.